Osterbrief von Jean-François und Aurelio, Perín, 23 märz 2018

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Liebe Brüder,

wir schreiben euch aus Perin (Spanien), wo wir zusammen an den Vorbereitungen zur Weltversammlung unserer Priesterbrüderschaft Iesus Caritas in Cebu (Philippinen).

Es ist kurz vor Ostern, ein kühler Frühlingsbeginn.

Wir haben das Einladungsschreiben aufgesetzt. Alle Brüder von Iesus Caritas, Seite an Seite mit den 56 Abgesandten und Verantwortlichen sollen dabei eingebunden sein. Wir beobachten, wie in der heutigen Welt die Spiritualität von Charles de FOUCAULD ganz besonders aktuell ist.

Die fünf Kontinente sind immer mehr miteinander verbunden, es gibt große Flüchtlingsströme, die Naturzerstörung nimmt zu, der Abstand zwischen Reich und Arm ebenfalls, locale Konflikte haben international Auswirkungen (Syrien, Yemen,…), der übermächtige Gott des Geldes… Wir sehen, wie viele Länder Nabelschau betreiben, was zu Protektionismus und Mißtrauen anderen gegenüber führt.

Die Entwicklungen innerhalb der Kirche: Papst Franziskus legt uns die Herausforderungen vor dieser Situation in der Welt für die Mission der Kirche dar. In der apostolischen Exhortation Evangelii Gaudium ruft er die gesamte Kirche dazu auf, wieder mehr zu evangelisieren, sich auf Christus zu konzentrieren, den Menschen entgegenzukommen, besonders denen am Rande der Gesellschaft. In Laudato si bittet er uns wieder, uns um die Figur von Franziskus von Asisi herum zu mobilisieren, in Freundlichkeit und Solidarität mit den Gefährdeten unserer Welt. In unserem Umfeld, auch in den Diözesen, merken wir Widerstand gegen diesen Aufruf Franziskus´ zur Konversion. Wir, die Priester der Brüderschaft, Jünger von Bruder Charles, sollen uns in dieser Situation von den Eingebungen von Charles de FOUCAULD leiten lassen: das Evangelium laut mit dem Leben verkünden, das Evangelium in dieser Welt, die Christus nicht kennt, verkörpern, universale Brüder sein und in unseren Gemeinden auf das Aufeinanderzugehen und auf den Dialog hinzuwirken; die Spiritualität von Nazaret zu leben, d.h. Armut, Gebet und Nähe zu den Armen. Also alles andere als eine narzisstische Kirche, die nur um sich selbst kreist.

Auf unserer Weltversammlung auf den Philippinen in Cebu wird dieser dreifache Treueschwur zugegen sein: Christus, Bruder Charles, Papst Franziskus. Genau daher ist es so wichtig, das sein jeder von euch Brüdern an dieser Versammlung teilhat, durch häufiges Gebet um die Fürsprache von Charles de FOUCAULD, die Kommunion der Brüder, um die Verständigung unter den Brüderschaften der verschiedenen Länder… Zu diesem Zwecke haben wir einen speziellen Kommunikationsweg, nämlich unsere Webseite iesuscaritas.org. Ihr alle seid eingeladen mitzuwirken mit Artikeln, Reflektionen, Nachrichten,…

Danke für die Unterstützung bei der Vorbereitung zur Weltversammlung, durch die Teilnahme an dem Fragebogen und durch eure finanzielle Hilfe für diejenigen Brüder, die die Kosten für ihre Reise nicht allein aufbringen können.

An diesen vergangenen Tagen waren wir in Kontakt mit vielen Menschen, in schönen oder auch komplizierteren Lebensumständen. Wir haben gemeinsam gebetet und die Eucharistie gefeiert. Wir haben für euch alle gebetet, besonders für Gianantonio aus Italien, der eine Krebsoperation dieser Tage hat.

Die Osterfreude möge aus uns strömen aus der vollen Überzeugung, dass Jesus lebt, in den Menschen und Situationen um uns herum, in den Bewegungen zugunsten der Rechte von Männern und Frauen, in all den guten Herzen, die wir Tag für Tag sehen.

Eine große brüderliche Umarmung.

Jean-François und Aurelio

Perín, Murcia, Spanien, 23. März 2018

(Übersetzung von Úrsula CRAMER; danke!)

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Brief aus Bangalore, Internationales Team, 17 Januar 2018

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Liebe Brüder,
von der indischen Stadt Bangalore aus senden wir euch unseren brüderlichen Gruß. Im Folgenden teilen wir die Ergebnisse unserer Arbeit hier mit euch.

Dieses war die erste Versammlung, bei der Felix nicht dabei war. Wir haben viel an ihn gedacht und sind sicher, dass er uns vom Himmel aus geholfen hat.

Wir sind mit dem Ergebnis unserer Arbeit hier zufrieden, auch wenn wir mit so einigen Problemen zu schaffen hatten. Emmanuel und Honoré konnten leider nicht mitwirken, da sie nicht rechtzeitig ihre Visa für die Einreise nach Indien bekommen haben.

Wir waren dennoch ständig mit ihnen in Kontakt. Mit von der Partie waren einige Tage lang Prakash aus Indien und Philippe aus Korea. Sie gehören zum Asien-Team. Aber bedauerlicherweise konnte auch Arthur aus Pakistan mangels eines Visums nicht kommen.

Bei unserer Arbeit ging es um die Vorbereitung der Weltversammlung im Januar 2019. Es war zunächst beabsichtigt, dass diese in Bangalore stattfinden sollte. Das war auch der Grund, warum wir diesen Treffpunkt gewählt hatten. Aber am Ende wird die Weltversammlung auf den Philippinen abgehalten, wo es nicht die Einreiseschwierigkeiten gibt wie in Bangalore.

Die Brüder in Bangalore waren die ganze Zeit sehr um unser Wohlergehen bemüht. Zu Beginn in Shanti Sadhana Trust, einem Exerzitienhaus der Kapuziner, und dann in dem Ashirvad der Jesuiten. Unser Bruder Alphonse, der Verantwortliche für Indien, war der Schutzengel des internationalen Teams und hat uns unablässig umsorgt: Transporte, leibliches Wohl, Kontakte. Danke, Alphonse, für alles und unser Dank allen indischen Brüdern.

Bei der Vorbereitung der Versammlung haben wir die Erfahrungen der Kontinente, das Funktionieren der Brüderschaften, die kontinentalen Versammlungen, den Nazarethmonat, die Freuden, Probleme und Herausforderungen der Brüder in aller Welt ausgewertet.

Mark hat eine wirtschaftliche Bilanz der Brüderschaft gezogen und einen allgemeinen Kostenvoranschlag für die nächste Versammlung im Januar 2019 erstellt. Sie wird den regionalen Verantwortlichen zugesandt werden. Wir zählen auf die Hilfe aller, um einigen der Brüder ihre Reise auf die Philippinen zu ermöglichen.

Wir haben für die Weltversammlung ein komplettes Programm samt ausführlichem Zeitplan ausgearbeitet, aus dem auch die Methodik und die beauftragten Personen für jeden Abschnitt hervorgehen. Allzu schwer war das nicht, denn wir haben mit Teamgeist gearbeitet und hatten stets das Motto der Weltversammlung vor Augen: “Die missionarische Identität des Diözesanpriester vertiefen und erneuern im Licht des Zeugnisses von Charles de Foucauld, kontemplativer Mensch und Überbringer der Neuen Botschaft Jesu”.

Die Resonanz auf den Fragebogen zu Bangalore, den wir vor mehr als einem Jahr veröffentlicht hatten, war schwach. Aus zahlreichen Ländern ist keine einzige Antwort gekommen. Unserer Ansicht nach sollten sich die Kontinental- und Regionalverantwortlichen engagieren, die Brüder zu der Vorbereitung zu motivieren. Daher werden wir im März den Fragebogen unter dem Namen “Fragebogen für die Philippinen” noch einmal verteilen. Es geht letztendlich um die Vorbereitung einer effizienten , nach Kontinenten eingeteilten Gruppenarbeit im Rahmen der Weltversammlung. So wird es das Werk aller sein und nicht nur einiger weniger.

Die großen sozialen und kirchlichen Unterschiede zwischen den Kontinenten bestätigen uns darin, dass die Botschaft der universalen Brüderschaft von Charles de Foucauld Wegweiser für uns ist. Die immensen Herausforderungen angesichts des Fundamentalismus, die man innerhalb und außerhalb der Kirche erlebt, das Fehlen eines politischen und interreligiösen Dialogs, ein drohender Nuklearkrieg, der Weg zu einer allgemeinen Verarmung in vielen Ländern aufgrund von Korruption und ausbeutenden multinationalen Konzernen, die Zerstörung der Natur, die Situation der mißhandelten Frauen in weiten Teilen der Erde, das Drama der Flüchtlinge… All das kann uns nicht unberührt lassen. Charles de FOUCAULD und unser Papst Franziskus ermuntern uns, Stellung zu beziehen und hörbar zu sein in dieser geschundenen und leidenden Menschheit.

Unsere Versammlung auf den Philippinen ist eine Stimme für den Frieden und für eine Kirche, die aus ihren Mauern herauskommen soll und an die Randbereiche gehen soll. Daher wollen wir uns in die missionarische Essenz unseres Dienstes vertiefen und zu einer Kultur der Hoffnung beitragen.

Als Familie von Charles de FOUCAULD haben wir in Bangalore auch die Kleinen Schwestern Jesu getroffen, die Säkulargemeinschaft, einen Bruder Jesu und einen Bruder des Evangeliums, die Priestergemeinschaft. Wir haben uns wie eine Familie gefühlt, die gemeinsam den gleichen Weg beschreitet.

Wir haben den Erzbischof von Bangalore, Bernard MORAS, besucht und aus der Nähe die Probleme und Aufgabenstellungen der Diözese kennengelernt. Auch hatten wir Kontakt zum Diözesanklerus einiger Pfarreien. Unser Treffen mit den Priesterbrüderschaften der Pfarrei von Joseph, dem vorherigen Verantwortlichen von Indien in Eucharistie, Dialog und gemeinsamem Abendessen war sehr wichtig.

Als internationales Team haben wir erlebt, dass wir eine Brüderschaft sind im Gebet, der Anbetung und der Eucharistie. Mark hat diesen Aspekt koordiniert. Zeichen von Brüderschaft ist auch die gemeinsame Arbeit an der Vorbereitung der Weltversammlung 2019. Damit haben wir die meiste Zeit verbracht. Auch das einander Zuhören und die gegenseitige Unterstützung. All das, und das Wissen, allen Brüdern zu dienen, hat uns froh gestimmt.

Die Luftverschmutzung, der ständige Lärm in Bangalore, der beeindruckende Straßenverkehr, die 6 Millionen Einwohner dieser Stadt, uns von Alphonse verwöhnen zu lassen mit all seinen Aufmerksamkeiten und Sorgen, genau das war unser Nazareth, das uns aus unserer Alltagsroutine herausgeholt hat.

IIm März werdet ihr also den aktualisierten Fragebogen erhalten, der auch auf unserer Webseite veröffentlicht werden wird. Dort findet ihr dann auch die Einladung und den Anmeldebogen.

Im Laufe des Jahres werden weitere Mitteilungen an die Verantwortlichen folgen, damit unsere Weltversammlung auf den Philippinen ihr angestrebtes Ziel erreichen kann.

Die neue Brüderschaft von Haiti wurde nach zwei Probejahren als Priesterbrüderschaft anerkannt. Darüber freuen wir uns sehr. Willkommen Jonas und ihr Brüder in Haiti! Wir haben auch Kontakt zu Priestern in Venezuela, wo die Möglichkeit einer neuen Brüdergemeinschaft erwogen wird.

Wir als internationales Team machen uns mit großer Vorfreude und Hoffnung an die Vorbereitungen für die Weltversammlung und möchten, dass diese eine Angelegenheit aller sei, zum Wohle der Menschen, der Brüderschaft, der Kirche, der Leute um uns. Das ist unsere Mission: Jesus finden und verkünden- im Stile Nazareths, als Kontemplative und Missionare.

Noch einmal gilt unser Dank den Brüdern in Indien und auch den Brüdern auf den Philippinen dafür, dass sie bereit sind, die Gastgeber unserer nächsten Weltversammlung zu sein.

Von nun an sollten wir alle zu dem Gelingen der Versammlung beitragen. Die betagteren und kranken Brüder durch ihr Gebet; alle anderen durch Aktion, durch Beiträge. Danke! Alle lernen wir voneinander und keiner von uns fühlt sich als Lehrmeister der anderen. Nur einen Lehrmeister haben wir doch: Jesus.

Eine große Umarmung.

Mark, Mauricio, Aurelio und Jean-François

Bangalore, Indien, 17. Januar 2018

(Übersetzung von Úrsula CRAMER; danke!)

PDF: Brief aus Bangalore, Internationales Team, 17 Januar 2018, deut

Brief zum Advent 2017, Verantwotlicher Bruder

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Liebe Brüder,

der Advent bringt uns in den kommenden vier Wochen näher zu dem kleinen und zarten Jesus. Zu diesem Jesus, der in der Hoffnung vieler Menschen auf eine bessere Welt geboren wird, eine menschlichere Welt, wo Männer und Frauen in den Genuß ihrer Rechte kommen. Eine Welt, die den Dialog über die Gleichheit braucht. Franziskus fordert uns in seinen Botschaften auf, aus den Strukturen der Unterdrückung auszubrechen, die innerhalb und außerhalb der Kirche bestehen, und uns der Botschaft des Mensch gewordenen Jesus in den verschiedenen kulturellen und sozialen Erscheinungsformen zu stellen.

Bruder Charles, dessen Feiertag wir am 1. Dezember begehen, 101 Jahre nach seinem Osterfest, ist für uns einer unserer Anhaltspunkte, um uns von Nazareth aus der Welt zu öffnen und uns einer langen Liste von Ungerechtigkeiten gegenüber zu finden, die von den Mächtigen stammt. Die Drogenmafias, der Menschenhandel, die nukleare Bedrohung, die politischen Fundamentalisten, der Klimawandel, der Terrorismus…und so viele Dinge, die gerade nicht Weihnachtsschmuck sind und uns beschämen, aber die immer noch in unserem Alltag zugegen sind. Wenn Information und Bewusstsein manipuliert werden, wenn auf Kosten von Menschenleben nach Macht und Geld gestrebt wird, Völker betrogen werden…Ich glaube, alle können dazu nein sagen, aber es ist unserer Auftrag, unseren Mitmenschen zu helfen, konsequent den Glauben und das Evangelium zu leben. Unser Gebet, Gemeindearbeit und Mission, die aus der Liebe zum Herrn und zum Nächsten entspringt, möge, wie uns Charles de Foucauld zeigt, eine Arbeit für das Himmelreich in diesem Advent sein, wo die Armen uns lehren, das Winzige und Unbedeutende zu teilen.

Uns schmerzt der Verlust von Félix, unserem Bruder in Madagascar, Howie, in den Vereinigten Staaten –von denen wir in unserer Webseite iesuscaritas.org berichten- und Dominic, aus Myanmar. Weitere Brüder haben ihr Osterfest gefeiert. Sie alle haben uns mit ihrer Treue zum Evangelium und zur Brüderschaft gezeigt, dass es sich lohnt, Nachfolger Jesu zu sein.

Felix war Mitglied des internationalen Teams und Verantwortlicher für Afrika. Nun hat das Team Honoré SAWADOGO aus Burkina Faso zu seinem Nachfolger ernannt. Wir werden ihn bei unserem nächsten Treffen in Bangalore (Indien) im Januar 2018 willkommen heißen. Bei der Gelegenheit werden wir die Generalversammlung vom Januar 2019 vorbereiten. Honoré, Jean-François, Mark, Emmanuel, Mauricio und werden mit Elan daran arbeiten, eine Versammlung zu ermöglichen, zu der alle Brüder in der Welt vertreten sein werden mit ihren Sorgen, den Lebensumständen der Brüderschaften, den Aufrufen, unserer Entscheidung treu zu bleiben, Jesus als Missionare und Diözesanpriester zu folgen, geleitet vom Charisma von Charles de Foucauld.

Von einigen Ländern habe ich den Antwortbogen der Umfrage noch nicht erhalten. Die Umfrage ist auf unserer Webseite ständig zugänglich. Danke im Voraus für eure Antworten. Das wird uns die Arbeit in Bangalore erleichtern.

Das Treffen der Verantwortlichen und Delegierten der geistlichen Familie von Charles de Foucauld in Aachen, Deutschland, im April war ein freudiges Erlebnis. Wir haben gemeinsam das Gefühl erlebt, als Brüder und Schwestern die gleiche Art Kirche in Kommunion mit Franziskus zu leben, mit den Schwierigkeiten, die daraus resultieren, dass wir alle Menschen mit Makeln sind, jedoch bereit zum persönlichen und gemeinschaftlichen Wandel den Herausforderungen unserer Gesellschaften gegenüber und mit der frohmachenden Erkenntnis, nicht allein dabei zu sein. Wir fühlen uns wie eine Familie und unsere Brüderschaft teilt in vielen Gegenden der Welt das Leben und die Nähe anderer Brüderschaften mit dem Charisma von Bruder Charles.

Die Brüderschaft von Argentinien beging im Juni ihre Jahreseinkehrtage. Ich bin glücklich, dass ich daran teilnehmen konnte und mit vielen Brüdern ihre Gemeindearbeit, die Tiefe ihres Lebens und ihr Engagement für ihr Volk und ihre Gemeinschaften kennen lernen konnte. Ich bin dankbar für all das, was der Herr durch diese Brüder bewirkt und auch für die Nähe und Brüderlichkeit, die ich erfahren habe. José María BALIÑA, Weihbischof von Buenos Aires, half uns, unsere Leben und unsere Mission durch das Wort Gottes zu vertiefen. (s. auch Brief von Aurelio an die Brüderschaft von Argentinien, auf unserer Webseite, Archive vom August 2017)

Auch die Brüderschaften in den Vereinigten Staaten hielten im Juli ihre Generalversammlung in Camarillo, Kalifornien, ab. Unser Bruder Fernando TAPIA, panamerikanischer Verantwortlicher brachte Schwung in das Treffen. Jerry RAGAN, unser lieber “Hap”, wurde in seinem Amt als nationaler Verantwortlicher bestätigt. (Brief aus Camarillo, August 2017, auf der Webseite) Mit viel Freude ist die Nähe unter den verschiedenen Brüderschaften ganz Amerikas zu spüren, besonders in der Vorbereitung auf die 2. Panamerikanische Versammlung unter der Leitung von Fernando und den Brüdern der Karibik. Die neue Brüderschaft von Haiti wird dabei sein. Willkommen, Jonas und die haitianischen Brüder!

Unsere Brüder in Mexiko feierten ihren Nazarethmonat zum ersten Mal im Juli und August in der Nähe von Puebla, wobei auch hier Fernando Stimmung aufkommen ließ. Diese Erfahrung war ein Samen echter Brüderschaft in diesem Land, wo die Brüderschaft wächst und gedeiht an Brüdern, die engagierte Priester ihres Volkes sind. Man merkt die Arbeit von Nacho, dem früheren Verantwortlichen, seine unermüdliche Hingabe für die Brüderschaft und auch das jetzige Werk von José RENTERÍA. Danke dafür, dass ihr so seid, wie ihr seid. Ihr könnt einen ausführlichen Bericht als pdf- Datei auf der Webseite finden.

Im Juli fand dann unsere europäische Versammlung in Rudy, Polen, statt. In dem Brief aus Rudy findet ihr einen umfassenden Bericht der Beiträge der Brüderschaften aus Europa, das Resultat der Arbeit von John Mc`EVOY, (Irland), unser europäischer Verantwortlicher, und den polnischen Brüdern, allen voran Andrzej und Rafael, die sich große Mühe gaben, damit wir uns wohl fühlten, und die uns in ihren Gemeinde gastfreundlich aufnahmen. Zum neuen Verantwortlichen für Europa bis zum nächsten Treffen in England 2020 wurde Kuno KHON aus Deutschland gewählt. Wir erhalten viele Hinweise vor dem Hintergrund einer alternden europäischen Kirche, einer mehr und mehr laizistischen , entweihten Gesellschaft, mit einer wechselnden Demographie bei einer großen Anzahl von Immigranten und Flüchtlingen. Diese dürfen nicht bei unserer Mission vernachlässigt werden.

Unser Bruder Jean-Michel BORTHEIRIE moderierte das Treffen der Brüderschaft im Tschad ( Bakara) im August und ließ mich mit Freude an dieser afrikanischen Erfahrung von Brüderschaft teilhaben. Er ist ein großer Kenner der afrikanischen Zustände durch seine Missionsarbeit auf dem Kontinent. Die Brüderschaft im Tschad wächst und Corentin bemüht sich als Verantwortlicher die Treffen zu koordinieren. Das ist aufgrund der großen Distanzen nicht leicht, wie das in so vielen Ländern der Fall ist, in denen die Brüder lange Reisen unternehmen müssen, um sich zu treffen. Danke, denn diese Mühe macht auch Brüderschaft möglich.

Die chilenischen Brüder haben ihre Einkehrtage und Versammlung in den letzten Tagen abgehalten, moderiert von Matías VALENZUELA, Missionar der Heiligen Herzen, Spezialist in bezug auf Charles de FOUCAULD. Und was für eine Freude, auf dem Familienfoto unseren Mariano PUGA zu sehen! Er und andere “historische” Brüder , deren Alter und Erfahrung uns lebendiges Zeugnis der Nachfolge Jesu und der Pastoren und Missionare geben, und die mit ihrem Leben widerspiegeln, dass Gott sie liebt und dass sie für ihn alles geben.

In der vergangenen Woche fand in Pakistan die Woche der Spiritualität Asiens statt, in deren Mittelpunkt die Botschaft Charles de FOUCAULD stand. Es nahmen Brüder von fast allen Brüderschaften Asiens teil. Die Leitung hattten Arthur, Verantwortlicher für Asien, und Emmanuel, von unserem internationalen Team. In Kürze werde ich euch eine Zusammenfassung dazu auf der Webseite liefern.

Und heute führt mich die Reise nach Italien, wo ich an Einkehrtagen und der Versammlung der italienischen Brüder in Loreto teilnehme. Secondo MARTIN beendet seine Aufgabe als Verantwortlicher und es gilt, einen neuen Bruder zu wählen.

In unseren Herzen dabei sein werden Giuseppe COLAVERO, unser großer Kämpfer für die Brüderschaft und für die abseits Gelassenen, und auch Giovanni, unser alter, von allen geliebter Bruder.

Wir schließen unsere kranken Brüder in unser Gebet ein. Besonders denke ich hier an Aquileo aus Mexiko, der sich nach einem Unfall operieren lassen muss, an Gianantonio aus Italien, an einige der Brüder hier in der Nähe in Spanien , die Gesundheitsbeschwerden haben. Sie sind die Gegenwart Jesu, der immer den Menschen mit Schmerzen nahe war. Unser Gebet gilt auch den Brüdern in jenen Ländern, die unter politischer Instabilität, Unsicherheit, Terrorismus, der Mafia etc. leiden. Mit ihnen und für ihre Völker lasst uns bitten, dass Jesus in den Menschen geboren werde, die nicht die gleichen Chancen im Leben haben. Das ist einer der Vorsätze, die wir als Brüderschaft in diesem Advent haben können

Entschuldigt diesen langen Adventsbrief, der eher wie ein Familienalbum und Nachrichtendienst wirkt. Ich mache das aus so viel Zuneigung und möchte, dass wir alle die Gesichter der Brüder in der Welt kennen, ihre Freuden, ihre Sorgen.

Ein froher Advent allen in der Hoffnung, dass die Arbeit hier und dort, in der Mission, in den Wohnvierteln, den Krankenhäusern, den Gefängnissen, den Gemeinden, beim Handwerk, bei den von der Gesellschaft Ausgeschlossenen der Ehre Gottes dient und damit eine Welt von Brüdern geschaffen wird.

Eine große Umarmung

Aurelio SANZ BAEZA, Verantwortlicher Bruder

Perín, Cartagena, Murcia, Spanien, 19. November 2017,
Welttag der Armen, auf Vorschlag unseres Papstes Franziskus

(Übersetzung von Úrsula CRAMER; danke!)

PDF: Brief zum Advent, 2017 Verantwortlicher Bruder, deut

WEND BE NE DO, Burkina Faso: ein Projekt in Karl de FOUCAULD Charisma

Bericht der Mitarbeiter Concepción MARTOS GARCÍA, Carlos LLANO FERNÁNDEZ und Aurelio SANZ BAEZA über ihren Aufenthalt bei WEND BE NE DO (WBND) in Burkina Faso, vom 29. Januar bis 8. Februar 2018.

Der Besuch bei WBND ist wieder einmal ein Geschenk für unser Leben. Wir haben an dem Alltag dort teilgenommen, der für uns in der Ferne das ganze Jahr so wichtig ist. Die Anwesenheit dort gibt uns Kraft und neuen Ansporn in der Arbeit. Es ist wirklich wichtig, die Menschen dort, die Kleinen wie die Großen, dort kennen zu lernen, ihnen zuzuhören und mit ihnen zu sprechen.

PDF: bericht-wbnd-januar-februar-2018-de