Pfingstbriel 2020, Eric LOZADA

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Komm herab, o Heil’ger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt.
Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt.
Höchster Tröster in der Zeit, Gast, der Herz und Sinn erfreut, köstlich Labsal in der Not.
Komm, o du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht, dring bis auf der Seele Grund.
Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem gieße Leben ein, heile du, wo Krankheit quält.
Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt.
(aus: Veni Sancte Spiritus)

Geliebte Brüder,
dieses Gebet an den Heiligen Geist bete ich mit euch noch inniger und fokussierter. Das Coronavirus zwingt uns alle innezuhalten und einen langen, kritischen Blick auf das zu richten, was sich lokal und global abgespielt und uns dorthin geführt hat, wo wir uns nun befinden, damit der Geist uns auf neue schöpferische Pfade führen möge. Die Pandemie lehrt uns, dass unsere Welt einer Erneuerung bedarf, andernfalls wir alle zugrunde gehen werden. Unsere Achtung für jedes menschliche Wesen, für Familiensysteme, Nachbarschaften, Schulen, Kirchen, Religionen, Politik, Wirtschaft, Technologie, Soziale Medien, unsere Sorge für Mutter Erde, sie alle müssen auf universellere, inklusivere, gerechtere, weniger wertende und polarisierende Richtlinien gegründet werden, sodass wir erneut als eine Zivilisation der Liebe und des Lebens gedeihen können.

Wiederum heißen wir den Geist von Pfingsten willkommen, aber dabei scheinen wir irgendwie zu vergessen, dass der Geist bereits von Anbeginn der Schöpfung (vgl. Genesis 1,2) hier war. Der Geist hat immer so geweht, dass Ordnung ins Chaos kam, um Leben zu schaffen, uns zur ganzen Wahrheit zu führen und uns all das zu lehren, was wir wissen müssen (Joh 16,13). Aber derselbe Geist weht, wo er will, und wir können nicht sagen, woher er kommt und wohin er geht (Joh 3,8). All unser Theologisieren, unser berechnendes Denken und Planen kann den Weg des Geistes weder vorhersagen noch aufhalten. Immer wieder überrascht er uns, erweitert unseren Blick und befreit unsere Herzen mehr und mehr von aller Last, sodass wir frei sind für Gott in unserer Welt. So wie wir auch die Luft oder die Stille nicht sehen können, so erneuert der Heilige Geist unsere Welt auf eine Weise, die unser Sehen übersteigt. Wir müssen einfach nur jeden Augenblick für die Gegenwart Gottes bereit sein.

Unsere Welt, einschließlich Mutter Erde, befindet sich gerade in Geburtswehen in Hinblick auf die Zeit nach der Pandemie. Die große Mystikerin Juliana von Norwich sagt in ihrer 13. Offenbarung „Alles wird gut sein und aller Art Dinge wird gut sein.“ Sie wollte damit sagen, dass man unter allen Umständen, wie widrig sie auch sein mögen, heiter sein soll, weil letztendlich alles in Christus gut sein wird. Wir müssen mit dieser Botschaft allerdings sorgsam umgehen. Heißt das, dass wir einfach nur die Hände falten und alles Gott überlassen sollen? Ist das eine Art sanfte Theologie, die inmitten unseres Leidens himmlisches Manna verheißt? Die Pandemie lehrt uns zu hoffen. Hoffnung ist unsere Fähigkeit, die Zukunft in die Hände eines liebenden Gottes zu legen. Hoffnung ist nicht irgendetwas Bequemes; Hoffnung will errungen werden. Wir ringen, weil das Böse, die Tyrannei, Gewalt, Angst, der Tod stärker zu sein scheinen als die Güte, der Frieden, Eintracht, Liebe, Leben. Gottes Antwort auf das Böse ist im auferstandenen Christus verborgen. Er hat seinen Sohn nicht von der Feuerprobe des Leids errettet, sondern ihn schließlich in neuem Leben aufgehen lassen, nachdem er durch Hilflosigkeit, Angst, Gewalt und Tod gegangen war. Gott wird uns letzten Endes bestärken und der Welt und all ihren Systemen zeigen, wie falsch sie in vielem gelegen sind (vgl. Joh 16,8). Aber wir müssen uns entscheiden. Sollen wir im Angesicht des Bösen und des Leids unsere Herzen von Angst, Hoffnungslosigkeit, Gleichgültigkeit, Bitterkeit, Zorn, Enttäuschung beherrschen lassen, oder sollen wir offener, zugänglicher, liebender, vergebender, lebensspendender sein? Der Geist erneuert unsere Welt und die ganze Schöpfung auf eine geduldigere, sanftere und demütigere Weise. Wir sind eingeladen, dem nicht im Wege zu stehen, sondern Gottes Ziele für unsere Welt mitzutragen.

Was also sollen wir tun? Was sind die Möglichkeiten und Herausforderungen, die uns angeboten werden und denen wir mit frischem Mut und neuer Hoffnung nachkommen müssen? Jemand hat einmal gesagt: „Was es heute braucht, sind nicht große Männer mit kleinen Herzen, sondern kleine Männer mit großen Herzen, denn nur die Kleinen und Geringen können durch das Nadelöhr gelangen.“ Also kleine Werke der Nächstenliebe, mit einem großzügigen und hingebungsvollen Herzen. Unsere heutige neue Normalität ist eine Aufforderung, zu den Wurzeln eines Lebens aus dem Evangelium zurückzukehren, zu leiblichen und geistigen Werken der Barmherzigkeit. Unser Bruder Charles hat uns eine Spiritualität hinterlassen – ahmt Jesus von Nazareth nach, sucht den letzten Ort auf, lebt einfach, übt ein Apostolat der Nächstenliebe an jeweils einer Person aus, seid jedem Menschen ungeachtet seiner Hautfarbe, seines Glaubens, seines Status ein Bruder und Freund, seid den Armen nahe. Papst Franziskus fordert uns auf, an die Peripherien zu gehen, Herolde der Freude des Evangeliums zu sein, Jugendliche und verletzbare Erwachsene zu beschützen, uns in der Weiterbildung zu engagieren und Mutter Erde, unseren gemeinsamen Lebensraum, zu schützen. Wir müssen uns auch mit neuem Enthusiasmus auf das Fundament unserer spirituellen Praxis rückbesinnen – tägliche Anbetung, tägliche Betrachtung des Evangeliums, Lebensrevision, monatlicher Wüstentag, Treffen der Bruderschaft. Wir erneuern unsere Treue zur Praxis nicht, um uns selbst zu perfektionieren, sondern um größere Verantwortung für das Geschenk zu übernehmen und seine Früchte unerschöpflich an andere weiterfließen zu lassen, bis Gott durch ihr eigenes Leben verherrlicht wird.

Liebe Brüder, in dieser Zeit der Pandemie empfangen wir von Mutter Kirche ein besonderes Geschenk – die Heiligsprechung von Bruder Charles. Zusammen mit den anderen Mitgliedern der geistlichen Familie, einschließlich jener, die von Bruder Charles inspiriert wurden, die aber nicht „kanonisierte“ Mitglieder der geistlichen Familie sind, danken wir dem Heiligen Geist für dieses Geschenk. Wir hoffen und beten, dass Bruder Charles‘ Leben, seine Botschaft, seine Geisteshaltung, sein Vermächtnis nun zugänglicher sein wird und vielen Menschen als Inspiration dient, so der Heilige Geist will. Auch für uns selbst beten wir, auf dass wir mit größerer Entschlossenheit in unserem Leben und Dienst all das bezeugen, wofür Bruder Charles gelebt hat.

Ich schließe meinen Brief mit dem Schlussgebet der heutigen Messe – „Vater, heilige deine ganze Kirche in jedem Volk und jeder Nation und gieße die Gaben des Heiligen Geistes über die ganze Erde aus.“

Ich danke euch allen. Wir werden einander und die Welt weiterhin ins Gebet einschließen. Bitte betet auch für mich.

Euer Bruder und verantwortlicher Diener

Eric LOZADA
Philippinen, 31. Mai 2020

PDF: Pfingstbrief des Generalverantwortlichen an die Brüder. Eric LOZADA, Pentec.2020, deut

Osterbrief 2020 an die brüder in aller welt. Eric LOZADA

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Philippinen, 12. April 2020

Wenn ich aufwache, bin ich noch bei dir, Halleluja. (vgl. Ps 139,18)

Geliebte Brüder,

Ich schreibe euch aus meiner Zelle und bin wie viele von euch in Quarantäne. Diese auferlegte Klausur ist eine ausgezeichnete Gelegenheit für die tägliche Anbetung, das Meditieren des Evangeliums, den Wüstentag, die Lebensbetrachtung, das Beten für die Welt, besonders für die Armen – glaubensstark, intensiv und konzentriert. Ein Leben in Zurückgezogenheit und im Gebet ist unser bescheidener Akt der Nächstenliebe an unsere Welt in Zeiten der Pandemie.

Wenn ich aus meinem Fenster schaue, suche ich nach Zeichen neuen Lebens in der Natur. Es ist hier trocken und schwül, aber die Vögel spielen miteinander und singen ihr einzigartiges Repertoire von Liedern, Schmetterlinge fliegen auf der Suche nach Nektar sanft von Blume zu Blume, die Bäume sind ergrünt und spenden Schatten trotz der erdrückenden Hitze. Es ist faszinierend zu sehen, auf welche Weise die Natur die Auferstehung verkündet. Keine Sorgen, sondern völlige Hingabe an Gott, der für sie sorgt. Wir Menschen sollen mittels unseres Verstandes eine höhere Art sein, aber genau dieser Verstand hat unser Vertrauen in Gott im tagtäglichen Tun systematisch beiseite gedrängt, sodass wir mehr auf unser egoistisches Denken bauen. Dieses Denken hat Gewalt, Hass und Misstrauen hervorgebracht. Die Auferstehung bietet uns Vergebung, Liebe und Vertrauen an. Die Welt muss ihre Wahl treffen.

Bis 3. Mai gelten verschärfte Quarantänebestimmungen, aber die Priester haben Genehmigungen für die Ausübung liturgischer und karitativer Tätigkeiten bekommen. Ich habe jeden Tag davon Gebrauch gemacht, um Menschen zu besuchen, die mich gebeten haben, den Sterbenden und den Familien in ihren Nöten beizustehen, das Gespräch in den Familien zu fördern und jene, die ihre Arbeit verloren haben, mit Nahrungsmitteln und Geld zu unterstützen. Jemand hat mich dazu bewegt, den Menschen in ihrer Hilflosigkeit beizustehen, vor allem weil sie nicht in die Kirche gehen können, um zu beten. Die Gegenwart Gottes, die sie durch meine Gegenwart erfahren können, ist ihnen ein beruhigender Balsam des Trostes. Ich bin jedoch immer besonders bemüht, die Hygiene- und Distanzvorschriften sorgfältig einzuhalten, um der Gemeinde nicht noch mehr Schaden zuzufügen. Heute Morgen kam mein Freund Lemuel zu meiner Klause, sehr hungrig und abgehärmt, und er bat um etwas zum Essen für seine hungernden vier kleinen Kinder. Lemuel hat seine Arbeit verloren. Als ich ihm ein paar Nahrungsmittel übergab, fühlte ich mich durch seine Freude gesegnet, aber in seinen Augen habe ich auch seine Verunsicherung gesehen.

Nach dem Morgengebet heute habe ich einen langen, liebevollen Blick auf die Landkarte an meiner Wand geworfen. Meine Augen waren auf die vier Kontinente Afrika, Asien, Europa und Amerika gerichtet. Das Virus ist wahrhaft ein großer Gleichmacher, denn reiche und arme Länder leiden unter demselben Schicksal. Ich sehe die Gesichter von Ärzten, Krankenschwestern, Patienten, ihren Familien vor mir, voller Sorgen und Ängste und dennoch für das Leben kämpfend. (Während ich diesen Brief schreibe, erreicht mich die Nachricht, dass meine Schwester, die in den USA als Krankenschwester arbeitet, COVID-positiv ist. Ihre Familie ist nun gefährdet.)

Die Welt durchlebt gerade einen Leidensweg. Überall sehe ich hinter vielen Masken Gesichter voller Hilflosigkeit, Sorge, Furcht, Traurigkeit, Hass, Gewalt. Mir stellt sich die eine Frage: Was ist die Botschaft des auferstandenen Christus an unsere heutige Welt? Worauf möchte Gott uns hinweisen? Wohin führt er uns? Heißt Auferstehung, dass Er uns aus all dem erretten wird? Was ist Gottes Antwort an Sein Volk in der Pandemie? Wie kann die leise Botschaft der Auferstehung inmitten der übermächtigen Nachrichten von Tod, Leid und Konflikt vernommen werden? Wo sind der Pfad der Hoffnung und das neue Leben in dieser unserer schweren Zeit?

Brüder, bitte durchleidet mit mir diese Fragen. Ich brauche euch, wir brauchen einander, die Menschen brauchen uns. Auferstehung ist nicht irgendein billiges Vergnügen oder ein süßes Geschwätz, das uns von unserem Leiden erlöst. Wir müssen unsere Ohren strapazieren und unsere Herzen weitmachen, um die Botschaft zu hören. Wir ringen mit Gott um Antworten, auch wenn seine Antwort in Seinem Schweigen verborgen ist.

Die Lektüre von Johannes’ Version der Auferstehungserzählung in diesem Jahr ist für mich ein Kairos. Einige Einzelheiten bei Johannes können uns dabei helfen, die Botschaft zu sehen und zu verstehen. Da ich in biblischer Hermeneutik nicht so gut bewandert bin, vertraue ich auf eine Betrachtung des Textes im Gebet. Bitte seid nachsichtig, wenn sich das zu naiv anhört.

Drei Dinge sind es, die ich gerne herausstreichen möchte. Erstens, Johannes spricht davon, dass die Auferstehung „am ersten Tag der Woche, als es noch dunkel war“, geschah. (Joh 20,1a) Die Auferstehung bricht aus dem Urgrund unserer Menschheit und der Welt hervor, hinein in die Dunkelheit der Unwissenheit. Das erinnert an die Genesis, als die Welt finster und formlos war und der Geist über dem dunklen Wasser schwebte. Dann sprach Gott: „Es werde Licht. Und es wurde Licht.“ (Gen 1,2-3)

Heute befindet sich die Welt in der Finsternis der Pandemie. Die Zukunft erscheint vielen noch düsterer. Wie sollen die Wirtschaft, die Regierung, die Menschen sich regenerieren? Sind unser strategisches Planen, die optimistischen Vorhersagen, die Suche nach einem Heilmittel genügend Licht, um eine strahlende Zukunft zu ermöglichen? In der Mitte der äußersten Finsternis, wo das Fundament der Welt zu wanken scheint, bricht Christus, das Licht hervor. Können wir es sehen? Dieses Sehen entstammt nicht unserer menschlichen Logik, denn dieselbe wird leicht von der Dunkelheit bezwungen. Das Licht kommt vom auferstandenen Christus. Wird Gott uns von diesem Übel erlösen? Keinesfalls, denn das Übel tut, was es tut. Gott erlöst. Letztlich bestärkt er uns in der Tugend, Güte und Treue, während wir durch das Übel hindurchgehen und leiden, so wie Er es mit Jesus getan hat. Letztendlich sind es Gott und der auferstandene Christus, die alles beherrschen, und nicht das Böse und Tod. Das ist unser Glaube. Wir müssen ganz einfach auf seine Wahrheit vertrauen und Tag für Tag danach leben.

Zweitens, Johannes betont, dass Maria Magdalena als Erste das offene Grab sah. (Joh 20,1b) Sie war betrübt, weil sie das offene Grab noch nicht mit der Auferstehung in Verbindung bringen konnte. Erst nachdem sie geweint hatte, sah sie den Auferstandenen. (vgl. Joh 20,11ff) Das ist eine Einladung an uns, unsere Realität mit sanftem weiblichem Blick zu betrachten – mit Trauer und mit Tränen. Beide bereiten das Herz auf das wahre Sehen vor. Wir sind über vieles in unserer gegenwärtigen Wirklichkeit traurig. Wir weinen, weil wir auf die eine oder andere Art Teil dieser verwundeten, zerbrochenen und gewalttätigen Welt sind und weil wir auf vielerlei Weise zu dieser Gewalt und Verwundung beigetragen haben.

Zuletzt, Maria Magdalena hat Petrus und Johannes berichtet, was sie gesehen hat. Petrus und Johannes haben es dann selbst auch gesehen. Petrus hat es gesehen. Johannes hat es gesehen und geglaubt. Sie alle haben aber noch nicht die Bedeutung der Auferstehung begriffen. (vgl. Joh 20,2-9) Diese Stelle lädt uns dazu ein, auf der Suche nach neuem Leben einander die Hand zu reichen und als Gemeinschaft von Wahrheitssuchenden den Weg gemeinsam zu gehen. Wir haben ein gemeinsames Bild von der Wirklichkeit, und niemand hat ein Monopol darauf oder verabsolutiert seinen/ihren Anteil am großen Ganzen. Jeder Einzelne leistet einen Beitrag. Jeder glaubt daran, dass der andere etwas beitragen kann. Die Wahrheit macht uns demütig, denn anstatt sie zu besitzen, besitzt sie uns. Sie reicht immer über uns hinaus. Deshalb braucht es unser aller Mitwirken. Die Wahrheit ist ein Geschenk, das sich einer aktiven Pilgergemeinschaft offenbart, die voller Hoffnung auf der Suche ist. Leider wird in unserer postmodernen Welt Macht mit Wahrheit verwechselt. So geschieht es, dass man mit seiner eigenen Sichtweise überheblich und diese als absolute Wahrheit betrachtet. Das ist dieselbe Mentalität, die Krieg und Gewalt hervorbringt. Die Auferstehung verspricht Frieden und Vergebung. Wir müssen unsere Wahl treffen.

Liebe Brüder, wir werden weiterhin gemeinsam im auferstandenen Herrn die Wahrheit suchen, in der Stille unseres Gebets und in unserem brüderlichen und missionarischen Engagement. Bruder Charles zeigt uns den Weg vor und begleitet uns auch in unserem Bestreben, Jesus von Nazareth nachzufolgen, allen Menschen ein Bruder zu sein, Nazareth zu leben, bei den Armen zu sein, unser Leben zu betrachten, das Evangelium mit unserem Leben hinauszuschreien, in unserer Mission an die Peripherien wie die Schafe zu riechen, das Evangelium zu leben, bevor wir predigen. Das ist unsere Spiritualität als Diözesanpriester in den Fußspuren von Bruder Charles. Das ist auch unser Geschenk an unsere Welt und an unsere Kirche. Als ein unverdientes Geschenk müssen wir es beständig durch unser Tun erneuen. Hierin sind wir alle Anfänger und gemeinsam Ringende, aber wir ermutigen einander, uns immer wieder auf unseren Auftrag zu besinnen.

Ich schließe jeden Einzelnen von euch in mein Gebet ein. Bitte betet auch ihr für mich.

Eric LOZADA

(Danke an Matthias KEIL die Erleichterung der deutschen Übersetzung)

PDF: Osterbrief 2020, Eric LOZADA, Weltverantwortlicher Bruder, deut

Chile, anleitung für die realisierung der Nazaret woche für jugendliche

Die Carlos de Foucauld Spirituelle Familie organisiert jährlich von 2012 bis 2019 eine WOCHE VON NAZARET FOR YOUNG an verschiedenen Orten in Chile. Sein Zweck war es, jungen Menschen zu helfen, Jesus von Nazareth tiefer zu begegnen, ihn mit Leidenschaft zu lieben und ihm treu zu folgen,inmitten der
Realitäten dieser Welt, in der Art des seligen Karl von Foucauld.

Im Juli 2019 war es wünschenswert, einen Stopp zu machen und die Erfahrung zu bewerten. Zu diesem Zweck wurde Javier Pinto beauftragt, ein achtwöchiges Zusammenfassenddokument zu verfassen, das einen Bericht über das, was junge Menschen lebten, einige Zeugnisse von ihnen, eine Systematisierung der Merkmale der Erfahrung und einige Projektionen und Herausforderungen für die Zukunft enthielt.

Es war auch notwendig, über das Internet eine Umfrage über die Jugendlichen durchzuführen, die ein- oder mehrmals an den verschiedenen Wochen von Nazareth teilgenommen hatten. Die Fragen legten nahe, die Früchte zu kennen, die diese spirituelle und kirchliche Erfahrung in ihrem Leben hatte, und ihre Meinung über die Zukunft in Hinsicht auf ihre Erfahrung zu sammeln. 17 junge Männer antworteten. Mit diesen Daten wurde ein Bericht gemacht.

Schließlich wurde ein Tag der Auswertung der Erfahrung mit Vertretern der verschiedenen Zweige der Spirituellen Familie organisiert: Kleine Schwestern von Jesus, Iesus Caritas Säkularinstitut, Bruderschaft der Priester Iesus Caritas, Erwachsenen-Laien-Bruderschaft und Jugend-Laien-Bruderschaft. Insgesamt sieben Personen, die sich vom 3. bis 5. Februar 2020 in der Wallfahrtskirche Santa Rosa de Pelequén trafen,die von einem Priester der
Iesus Caritas betreut wierd.

Lesen Sie das vollständige Dokument im PDF-Format: CHILE, ANLEITUNG FÜR DIE REALISIERUNG DER NAZARET WOCHE FÜR JUGENDLICHE, deut

(PL) List na Zeslanie Ducha Swietego do Braci, Eric LOZADA, PanteC.2020

“Przybądź, Duchu Święty, spuść z niebiosów wzięty, Światła Twego strumień. Przyjdź, Ojcze ubogich, przyjdź, Dawco łask drogich, Przyjdź, światłości sumień… O najmilszy z gości, Słodka serc radości, Słodkie orzeźwienie! Serc wierzących wnętrza poddaj Twej potędze… Obmyj, co nieświęte, oschłym wlej zachętę, ulecz serca ranę. Nagnij, co jest harde, rozgrzej serca twarde, prowadź zabłąkane.” (z Hymnu do Ducha Świętego).

Umiłowani Bracia,

tą modlitwą do Ducha, modlę się razem z Wami w atmosferze większej intymności i skupienia. Korona wirus zmusił nas do zatrzymania się i spojrzenia głębiej na to, co dzieje się na płaszczyźnie lokalnej i światowej, na to, co sprawiło, że jesteśmy tu, gdzie jesteśmy, żeby Duch mógł nas poprowadzić w kierunku nowych kreatywnych dróg. Pandemia uczy nas, że nasz świat potrzebuje się odnowić, bo w przeciwnym razie wszyscy zginiemy. Nasze spojrzenie na każdą osobę, na sposoby funkcjonowania w rodzinach, na więzi sąsiedzkie, na szkoły, na Kościoły, religie, politykę, ekonomię, technologię, media społecznościowe, na naszą troskę o nasza Matkę Ziemię – to wszystko musi opierać się na bardziej uniwersalnych, inkluzywnych i zrównoważonych, mniej potępiających i sprzecznych zasadach, aby znów móc rozwijać się ku cywilizacji miłości i życia.

Na Dzień Pięćdziesiątnicy przyjmujemy na nowo Ducha, ale w jakiś sposób zapominamy, że ten Duch jest obecny już od samego początku, od Genesis (por. Rdz 1,2). Aktywność Ducha polegała zawsze na przywróceniu porządku z sytuacji chaosu, na daniu życia, na doprowadzeniu nas do całej prawdy, na nauczeniu nas tego wszystkiego, co powinniśmy wiedzieć (J 16,13). Ale ten sam Duch wieje tam, gdzie chce i nie potrafimy powiedzieć ani skąd przybywa, ani dokąd zmierza (J 3,8). Nasza teologia, nasza przewidywalna refleksja i nasze planowanie nie może „przewidzieć” ani zatamować drogi Ducha. On zawsze nas zaskakuje, poszerzając nasze spojrzenie i uwalniając coraz bardziej nasze serca od zablokowań, abyśmy byli wolni dla Boga w naszym świecie. I tak samo, jak nie możemy zobaczyć powietrza czy ciszy, Duch Święty odnawia nasz świat w sposób, który przekracza naszą perspektywę widzenia. Powinniśmy po prostu być obecni dla Jego obecności w każdej chwili.

Nasz świat, jak również Matka Ziemia, właśnie „rodzi” to, co będzie przypominać „przyszłość” po pandemii. Wielka mistyczka, Julienne z Norwich, w swoim 13. objawieniu mówi: „Wszytko będzie dobrze i wszystkie rzeczy ułożą się pomyślnie”. Objawienie wyjaśniało, co znaczy być radosnym w jakichkolwiek okolicznościach, nawet niesprzyjających, ponieważ w ostatecznym rozrachunku, w Chrystusie, wszystko “będzie w porządku”. Musimy zwrócić uwagę, na sposób, w jaki odbieramy to przesłanie. Czy ma to oznaczać, że opuścimy ręce i pozostawimy wszystko Bogu? Czy to jest jakiś rodzaj „łagodnej” teologii, która obiecuje mannę pośród naszych cierpień? Pandemia uczy nas nadziei. Nadzieja jest naszą zdolnością powierzenia przyszłości w ręce Boga, który kocha. Nadzieja nie jest czymś słabym; jest walką, aby czekać. Walczymy, ponieważ wydaje się, że zło, tyrania, przemoc, strach, śmierć dominują bardziej, niż dobroć, pokój, jedność, miłość, życie. Odpowiedź Boga na zło jest ukryta w Chrystusie zmartwychwstałym. On nigdy nie uchronił swojego Syna przed tyglem cierpienia, ale usprawiedliwił Go nowym życiem, po tym jak przeszedł bezsilność, strach, przemoc, śmierć. W ostatecznym rozrachunku, Bóg nas usprawiedliwi i ukaże światu, i wszystkim jego systemom, do jakiego stopnia były złe na rożne sposoby (por. J 16,8). Ale my musimy podjąć decyzję. Czy w obliczu zła i cierpienia, pozwolimy by strach, beznadzieja, ignorancja, zgorzknienie, gniew i rozczarowanie, zdominowały nasze serce czy raczej będziemy bardziej otwarci, aktywni, pełni miłości, przebaczenia, życia? Duch odnawia nasz świat i całe stworzenie bardziej sposób cierpliwy, łagodny i pokorny. Jesteśmy zaproszeni, aby nie przeciwstawiać się Jego drogom, ale podążać za Bożym planem, jaki ma dla świata.

A więc, co powinniśmy uczynić? Jakie są możliwości i wyzwania, które stoją przed nami i z którymi musimy się zmierzyć z odnowioną odwagą i nadzieją? Ktoś kiedyś powiedział : « Nie potrzebujemy wielkich ludzi o małym sercu, ale małych ludzi z wielkim sercem, bo tylko mali i maluczcy mogą przejść przez ucho igielne ». Małe uczynki dobroci uczynione przez “rozrzutne” i oddane serca. Dziś, naszą nową « normalnością » jest potrzeba powrotu do postaw życia zgodnych z Ewangelią, dzieł miłosierdzia wobec ciała i ducha. Nasz brat Karol pozostawił nam duchowość – naśladować Jezusa z Nazaretu, szukać ostatniego miejsca, żyć prosto, prowadzić apostolat dobroci wobec każdej konkretnej osoby, być bratem i przyjacielem dla każdego, bez różnicy na kolor skóry, wiarę, status społeczny, być bliskim ubogim. Papież Franciszek zachęca nas, aby wyruszyć na peryferie, by być świadkiem radości Ewangelii, ochraniać nieletnich i dorosłych, którzy są podatni na zranienie, abyśmy zaangażowali się w nieustanną formację, abyśmy troszczyli się o naszą Matkę Ziemię, nasz wspólny dom. Musimy także jednocześnie powrócić do źródeł naszych duchowych praktyk z nowym entuzjazmem – codzienna adoracja, każdodzienna medytacja Ewangelii, rewizja życia, comiesięczny dzień pustyni, spotkanie fraterni. Odnawiamy naszą wierność « praktykom » nie po to, aby udoskonalić nas samych, ale aby podjąć coraz większa odpowiedzialność za dar i pozwolić, aby ku innym osobom popłynęły w nieskończoność jego owoce – aż Bóg będzie uwielbiony w ich własnym życiu.

Bracia, w tym czasie pandemii, otrzymujemy specjalny dar od naszej Matki Kościoła – dekret dotyczący świętości brata Karola. Z innymi członkami Rodziny duchowej, ale także tymi, którzy inspirują się osobą brata Karola, ale nie są « kanonicznymi » członkami Rodziny duchowej, dziękujemy Duchowi za ten dar. Mamy nadzieję i modlimy się, aby życie, przesłanie, intuicja i dziedzictwo brata Karola stały się bardziej dostępne i były inspiracją dla wielu, tak jak chce tego Duch. Dla nas samych prosimy o jeszcze większa determinację w świadczeniu w naszym życiu i naszą służbą o tym, co było celem życia brata Karola.

Kończę mój list słowami Kolekty dzisiejszej Mszy : « Boże uświęć Twój Kościół między wszystkimi ludami i narodami ; wylej dary Ducha Świętego na ogrom świata ».

Dziękuję bardzo. Modlimy się dalej jedni za drugich, jak również za nasz świat. Dziękuje także za modlitwę za mnie.

Wasz brat i sługa odpowiedzialny,

Eric LOZADA
Filipiny, 21 maja 2020

PDF: PL_List na Zeslanie Ducha Swietego do Braci, Eric LOZADA, PanteC.2020, pl