BOSTCHAFT DES EUROPA TREFFENS IN RUDY, Polen, July 2017

BOTSCHAFT DES EUROPA TREFFENS IN RUDY
Polen vom 12. – 19. Juli 2017-

„Czes’c‘„ (Sprich: T‘schesch’tsch) mit diesem polnischen Gruß kommen wir zu euch, den Bruderschaften Europas, und überreichen euch diese Botschaft, Frucht unserer Arbeit, aber auch unseres Betens. Dank unserer aufmerksamen Gastgeber und dank der Begegnungen in den Gemeinden, die sie für uns organisiert haben, ist uns die Realität ihres Landes und ihrer Kirche näher gekommen und hat in uns das Thema unseres Treffens zum Klingen gebracht: „Diözesanpriester und Missionare, inspiriert durch das Zeugnis von Charles de Foucauld.

Im europäischen Kontext der Säkularisierung

Das Evangelium, das uns die Liturgie am 2. Tag unseres Treffens vorschlug, hat den Ton unserer Botschaft geprägt: „Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe… seid klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben …(Mt 10,16)

Jedes unserer Länder, mit unterschiedlichen Rhythmen, beobachtet das Phänomen der Säkularisierung: Nachlassen des Kirchenbesuches, Weiterentwicklung der bisher geltenden Werte, wobei die zivilen Gesetze sich aus der christlichen Tradition herauslösen… in einem Wort: das Religiöse ist nicht mehr angesehen. Die Priester und die Gemeinden stehen in diesem Prozess mit drin und müssen Stellung beziehen: akzeptieren oder sich verweigern, mitmachen oder sich Unannehmlichkeiten aussetzen? Die Stellung des Priesters leidet darunter: die Identität verändert sich, die soziale Stellung wird abgewertet, die Autorität wird relativiert… Man versteht von daher, dass die jungen Menschen zögern, sich auf einen so unsicheren Weg einzulassen, der zudem auf lange Zeit bindet.

Als Mitglieder der Bruderschaft Charles de Foucauld werden wir nicht verschont von dieser Säkularisierung, die uns prägt bis hinein in unseren Lebensstil und unsere Mission; die Frage stellt sich für uns: wie können wir eine Tradition, ein Wort in dieses säkularisierte Heute vermitteln? Charles de Foucauld brach in die Weite auf, für uns heute beginnt die Mission vor der Tür unseres Nachbarn.

Die Klugheit der Schlange und die Einfalt der Taube sind für die Mission notwendig, um sich einen Weg zu bahnen, der viel Vorbereitung und Zuhören verlangt: sein Wörterbuch schaffen , um die bestehende Kultur zu berücksichtigen, braucht Zeit und davon haben wir nicht genug…

Diözesanpriester in einer missionarischen Kirche

Unsere Gespräche haben gezeigt, dass in den meisten unserer Länder die fortschreitende Säkularisierung, der Konsumismus und der Individualismus die Verkündigung des Evangeliums sowohl schwierig als auch nötig machen: zahlreiche Initiativen entstehen, um dem Wort Gottes einen Platz zurückzugeben und die Gemeinden zu öffnen für ein geschwisterliches Miteinander, das sich kümmert um die „Am Rande“-

Die Rolle der Laien in der Evangelisierung anzuerkennen und zu fördern, ist eine Notwendigkeit. In manchen Bistümern unterstützen die Bischöfe das Entstehen von Gruppen, die es sich zum Ziel setzen, die Getauften zu stärken, indem sie das Verständnis des Glaubens vertiefen und ihr geistliches Leben fördern.

Auf lange Sicht könnten sich diese Evangelisierungsgruppen darauf konzentrieren, eine breitere Gemeinschaft zu schaffen, besonders mit anderen Gläubigen. Nicht um zu bekehren, sondern den gegenseitigen Austausch zu fördern und die „Freude des Evangeliums zu erfahren.“

In der Folge des Priestermangels kommen in unsere Diözesen Priester aus Afrika oder Indien, um bei der Evangelisierung mitzuarbeiten. Mithilfe unserer guten Unterstützung, die ihnen hilft, die sie empfangende Kultur zu verstehen, könnte ihre Anwesenheit ein großer Segen für die Kirche sein, an Orten, wo die Gemeinden schon multikulturell sind.

Dieser Mangel an Priestern führt auch zum Zusammenführen von Gemeinden, was wiederum den Laien größere Möglichkeiten eröffnet im Bereich der Verkündigung und der verschiedensten Dienste. Aber es sind Anstrengungen zu unternehmen, um manche Talente noch zu entdecken und zu prüfen, wie man sie besser in ihrem Einsatz würdigt.

Viele fruchtbare Wege sind mit den Jugendlichen gegangen worden, wie die Weltjugendtage oder andere Initiativen in den Diözesen. Das ist ohne Zweifel die Mühe wert, Energie und Zeit für die Jugendlichen einzusetzen, um ihnen zu helfen, Wege zu finden gegen den Druck des Konsumismus. Aber das darf uns nicht vergessen lassen, wie nötig es ist, Erwachsene auszubilden und ihnen mehr Autonomie zu geben.

Uns wird immer mehr bewusst, dass die Verkündigung des Evangeliums nicht zunächst in unseren Kirchen geschieht, sondern an den öffentlichen Stellen. Es wurden Beispiele genannt von Initiativen in Einkaufszentren oder anderen öffentlichen Orten, als Versuch, ein breiteres Publikum zu erreichen.

Die verschiedenen Beiträge während unseres Treffens haben die Überzeugung verstärkt, dass es für die Priester nötig ist, die gläubigen Laien zu begleiten und ihnen Verantwortung zu übertragen in ihrer Verkündigungsarbeit und mit ihnen zusammenzuarbeiten. So können wir, Priester und Laien, viel wirksamer evangelisieren, wenn die Freude des Evangeliums in unserem Leben durchscheint.

Inspiriert durch das Zeugnis von Bruder Karl

Die evangelische Radikalität von Charles de Foucauld, geschöpft aus dem Gebet der Anbetung und Kontemplation, seine Entscheidung für die Armut wie sein Verlangen, wie Jesus von Nazareth zu sein, bringen uns vor die „Armut Gottes“ und lassen uns von allen pastoralen Anmaßungen Abschied nehmen.

Das Zeugnis von Bruder Karl verhilft uns dazu, Priester zu sein.

• die lernen, zum Evangelium zurückzukehren und sich vom Geist Jesu durchdringen zu lassen.

• die die Einfachheit des Lebens wählen bis hin zur Armut, um die „Arbeit“ des in die Erde gesäten Weizenkorns zu offenbaren (Joh 12,24): Der wahre Erfolg Gottes zeigt sich in seiner Entäußerung. Von daher die Einladung, zu den existentiellen Randbereichen zu gehen, solidarisch mit den Armen zu werden, nahe zu sein den Kleinen und von der Geschichte Gekreuzigten.

• die universelle Bruderschaft hat ihre Wurzel im Gehorsam Gott gegenüber den armen Brüdern, die Jesus offenbaren; der Arme ist ein wahrer „theologischer Ort“ der Nähe Gottes, der uns zur Anbetung bringt.

• die lernen zuzuhören: Jesus zunächst, der zu uns im Evangelium spricht, in der Eucharistie und im Schweigen der Wüste, aber auch in jedem Menschen, um sich evangelisieren zu lassen durch die Begegnung mit einer Menschheit, die schon geprägt ist durch die Anwesenheit des Geistes. In diesem Sinne können wir uns bekehren lassen durch die Ikone der Heimsuchung. Das Hinhören auf den Anderen und sein Leben verlangen Geduld im gegenseitigen Geschenk einer menschlichen und freundschaftlichen Zuwendung. Die Zeit des Zuhörens und der freundschaftlichen Begegnung ist eine wichtige und kostbare Zeit, um das Erdreich zu lockern, bevor der Same des Evangeliums hineingelegt wird. Mit einer solchen Haltung können wir schon jetzt und in Zukunft eine bedeutsame Rolle spielen in der Begegnung und im Dialog mit unseren muslimischen Brüdern, die in den meisten unserer Länder schon leben.

• die sich engagieren, eine priesterliche Bruderschaft zu leben als einen Ort, der uns von Gott gegeben ist, um seinen Willen zu entdecken und sich gegenseitig zu helfen, ein diskretes Apostolat zu leben, ohne jegliche äußere Mittel indem wir unser ganzes Vertrauen auf Jesus setzen, um den letzten Platz einzunehmen, den Jesus gewählt hätte!

Angesichts der Seltenheit der Berufungen

In der Mehrzahl unserer europäischen Länder ist das Abnehmen der Zahl der Priesteramtskandidaten beträchtlich. Das erklärt sich durch den generellen Kontext der Säkularisierung wie auch durch eine Kultur der Unmittelbarkeit: Freiheit ohne Bindung, Autonomie ohne Verantwortung, keine Erfahrung des Schweigens. Dennoch kann man bei vielen Jugendlichen echten Großmut feststellen.

Die Empfänglichkeit für unsere Antwort, den Ruf Gottes stärker werden zu lassen, geht hindurch durch unser eigenes priesterliches Leben: welchen Raum lassen wir für die Wüste und das Schweigen? Welchen Kontakt halten wir zu den jungen Menschen, im Zuhören und Begleiten?
Gemeinschaften die wirklich von der Gegenwart des auferstandenen Herrn leben, sind das beste Terrain für Berufungen sowie das Beispiel des seligen Bruder Karl. Sein Leben, das auf lange Sicht fruchtbar wurde, ermutigt uns.

Berufen zu einem einfachen Leben

Die Enzyklika des Papstes Franziskus „Laudato si“ verlangt danach, in die Wirklichkeit umgesetzt zu werden. Angesichts der Versuchung zum Konsum und zur Anhäufung von Dingen muss eine Erziehung zum Teilen eingeleitet werden. Um solidarisch zu sein, muss man nüchtern sein. Für uns Priester geht es darum, ein nicht armes, aber einfaches Leben zu führen, das uns für alle offen sein lässt.

• „Laudato si“ lädt uns ein zu einer „glücklichen Nüchternheit“ und ermuntert uns zu guten Zeichen: wiederverwenden, aussuchen, Wasser, Energie und Rohstoffe sparen, die öffentlichen Verkehrsmittel bevorzugen, in den gerechten Handel investieren. Aber die Enzyklika will vor allem eine „integrale Wirtschaft“ voranbringen, die den Interessen des „gesamten Hauses“ den Vorzug einräumt. in diesem Sinne stellt uns die Krise der Aufnahme der Flüchtlinge Fragen und kann uns nicht untätig lassen.

Unsere Europa-Versammlung hatte auch die Aufgabe, für die nächsten 6 Jahre einen neuen Verantwortlichen zu wählen: Kuno Kohn, aus Hamburg in Deutschland, wurde zum neuen Verantwortlichen gewählt. Er hat die ihm anvertraute Aufgabe angenommen. Dafür sei ihm gedankt. Ebenso danken wir John Mc Evoy aus Irland, der die Verantwortung in den vergangenen 6 Jahren getragen hat.Unser nächstes Treffen wird 2020 in England stattfinden.

PDF: BOSTCHAFT DES EUROPA TREFFENS IN RUDY, Polen, Juli 2017, deut

Veröffentlicht unter Briefe

Brief Jean François und Aurelio, Vernon, März 2017 auf Niederländisch

Lieve Broeders,

we zijn deze week samengekomen om te werken voor de Priesterfraterniteit die ons allen verbindt.

We hebben de personen opgeroepen die in het hart staan van onze bekommernissen en die ons motiveren voor de dienst die we samen aannemen: namelijk elkeen van jullie.

In dit kleine Nazareth Vernon, in het huis van onze broeder François MARIN, die ons ontvangt als een vader, brengen wij God dank voor de broeders die jullie voor ons zijn.

Dank, François voor de gastvrijheid die je broederlijk aanbiedt aan de pelgrims die wij zijn.

Dit werk hebben we toegespitst op het herlezen van het leven van onze fraterniteiten.

Wij hebben gedialogeerd en onze meningen en bekommernissen gedeeld om te pogen een antwoord te brengen omtrent de vragen die het leven van onze fraterniteit aanbelangen in de onmiddellijke toekomst:

– de Europese bijeenkomst van de fraterniteiten in Polen deze zomer (Rudy)
– de Wereldbijeenkomst in Indië januari 2019 (Bangalore)
– het bilan van onze activiteiten in 2016 voor de Congregatie van de Clerus in het Vaticaan
– het lanceren van de Fraterniteit in Haïti
– het project om de verantwoordelijken van de verschillende takken van de spirituele Foucauldfamilie te ontmoeten in Aachen, april 2017
– de echo’s van het Jubileumjaar t.g.v. de Honderdste verjaardag van de zalige Charles de FOUCAULD die ons bereiken uit verscheidene landen
– de zorgen omtrent de gezondheid van onze broeder uit Madagaskar Felix
– onze vreugde het herstel te zien bij het verlaten van het ziekenhuis van Suso (Fraterniteit van Madrid, Spanje) na zijn chirurgische ingreep

Maandag 6 maart hebben we een uitwisseling gehad met de verantwoordelijken van de regio Île de France en Normandië (Yves de MALLMANN, Joseph JOURJON, Louis YON en Xavier CHAVANE).

Het was goed elkaar te ontmoeten om de werkelijkheid van het leven en de zorgen van onze fraterniteiten centraal te plaatsen.

Wij erkennen dat wij de ‘doortocht’ in onze Europese Fraterniteiten die steeds maar verouderen, beleven als een echte ‘Nazareth’-tijd.

Het weze een krachtige oproep om deze ‘passage’ hoopvol door te maken om in liefde de tijd van verouderen te beleven in de spiritualiteit van Nazareth. En dit terwijl wij met realisme vaststellen dat er nog weinig jongeren tot onze fraterniteiten toetreden.

Deze tijd dienen wij in eenvoud te beleven en in trouw, om ten einde toe te getuigen van het geloof dat ons bezielt. En dit in een Europa dat de neiging heeft zich terug te plooien op zichzelf, dat weigert vreemdelingen en vluchtelingen te onthalen en dat bang is. Deze angsten vertalen zich in het stijgen van populistische en reactionaire bewegingen.

Vóór alles, in de lijn van paus Franciscus, zijn wij geroepen om door ons leven de universele broederschap te manifesteren die broeder Charles ons nalaat en het missionair charisma van onze priesterfraterniteit Jesus Caritas.

Wij geloven dat de dialoog met de moslims in Europa mogelijk is! Wij beleven die ook in verschillende christelijke gemeenschappen door concrete acties waarbij we elkaar ontmoeten en nabij zijn. De vooroordelen en de bekoringen om in de andere een bedreiging te zien, moeten een voor een vallen. Bijvoorbeeld, in Frankrijk, in sommige volksbuurten, zijn een derde van de inwoners moslim. Wij dienen te leren om samen te leven en om te dialogeren met de werkelijkheid zoals ze zich presenteert.

Dinsdag 7 maart hebben wij in het logement van Jean-François bezoek gekregen van Jacques Gaillot, bisschop van Partenia, lid van onze fraterniteit. Hij is van Parijs gekomen om te participeren aan ons werk. De tijd die we met hem mochten doorbrengen vanaf zijn komst in het station te Vernon tot aan zijn vertrek is een echt geschenk geweest. In de uitwisselingen hebben we kunnen profiteren van zijn wijsheid om te verdiepen hoe we priester kunnen zijn in deze moeilijke tijd, hoe we kunnen blijven openstaan voor hoopvolle dingen en hoe we ons bereid kunnen maken ons te bevrijden van onze zekerheden en van ons Westers comfort… Dank je wel, Jacques dat je er was om jouw levensgetuigenis en je gegeven zijn aan Christus met ons te delen.

Woensdag 8 maart in de namiddag zijn we naar Michel Pinchon getrokken in het pastorij van Gouville. We troffen hem sterk aan, in goede gezondheid. Wij hebben kunnen vaststellen dat zijn huis open blijft voor heel veel bezoeken van mensen uit zijn dorp en verder en dat hij op een edelmoedige wijze zijn ervaringen en wijsheid deelt. We hebben ’s avonds in Dammier het avondmaal genoten met Jan-Louis Rattier, lid van de fraterniteit met Jean-François en de hebben deelgenomen aan een bijeenkomst met mensen uit zijn parochie om na te denken over het Woord van God. Zo konden we delen in zijn dagelijkse pastorale ervaringen. Het is altijd een genade te mogen delen in de Nazareth-ervaring in een christelijke gemeenschap met een broeder van de Fraterniteit, om het leven te beluisteren van de christenen en hun gemeenschap met Christus.

We hebben ook het werk gewaardeerd van Fernando TAPIA, van Jean-Michel BORTHEIRIE en van Manuel POZO in Almera, Spanje, om een document te maken over de ‘Nazarethmaand’. Dit document zal bestudeerd worden en goedgekeurd in de Bijeenkomst van Bangalore. Dank aan deze broeders die op die wijze beantwoord hebben aan de vraag van de Internationale Equipe.

Wij herinneren er meteen nog eens aan dat wij rekenen op de bijdrage van alle regionen om het budget te spijzen voor de internationale Equipe en dit vooral met het oog op de Wereldbijeenkomst in Bangalore, januari 2019. Voor wie het aangaat, wil de Internationale Equipe deze ontmoeting voorzien tegen een betaalbare prijs.

Heel veel dank voor de fraterniteiten die hun bijdrage met edelmoedigheid reeds hebben in orde gebracht.

Onze webstek iesuscaritas.org staat open voor alle fraterniteiten. Wij hopen dat jullie artikelen sturen, nieuws en het aankondigen van de toekomstige initiatieven om ze in de ‘agenda’ aan te plaatsen. Het is een manier om elkaar wederzijds nabij te zijn. Wij vinden het belangrijk dat onze fraterniteiten plaatsen zijn waar wij vernemen hoe we missionair kunnen zijn binnen onze diocesane priestercorpsen.

Op deze plaatsen waar we parochies, hospitalen, gevangenissen, onthaal voor vreemdelingen (verjaagd uit hun landen door oorlog of armoede) en plaatsen van solidariteit met de meest bedreigden van onze samenleving terugvinden, bewaren wij de geest van het appel van Broeder Charles om de ‘laatsten’ te vervoegen. Want het is met hen dat wij de Christus ontmoeten. Er is geen open spiritueel leven mogelijk zonder een edelmoedig en barmhartig hart.

Paus Franciscus nodigt er ons dringend toe uit: « Laten naar buiten treden om aan allen het leven van Jezus Christus aan te bieden… Ik verkies een gehavende Kerk, gekneusd en vuil omdat ze de straat is opgegaan, eerder dan een Kerk die ziek is omdat ze in zichzelf zit opgesloten, gehecht aan het comfort van haar eigen zekerheden. … Meer dan de vrees ons te vergissen, hoop ik dat we bezield blijven door de vrees opgesloten te zitten in structuren die ons een valse bescherming geven, in normen die ons tot onverbiddelijke rechters maken, in gewoontes waarin we ons comfortabel voelen, terwijl er buiten een uitgehongerde menigte wacht en Jezus maar voor ons blijft herhalen: “Jullie moeten hun te eten geven” Mc 6,37).” (De Vreugde van het evangelie, nr. 49).

Vanuit Vernon wensen we jullie een heilzame vasten en een mooie weg naar Pasen toe met Jezus en met je broers en zussen waarmee je tocht bent.

Jean-François en Aurelio

Vernon, Normandië, Frankrijk, 10 maart 2017

PDF: Brief van Jean François en Aurelio, Vernon, maart 2017, neer

Brief von Jean François und Aurelio, Vernon, märz 2017

Liebe Brüder, wir haben uns in dieser Woche getroffen, und wir haben für diese Priestergemeinschaft gearbeitet, die uns alle verbindet. Wir haben die Personen uns ins Gedächtnis gerufen, die im Zentrum unserer Sorgen sind, die uns zu diesem Dienst bewegen, das heißt jeden von euch.

In diesem kleinen Nazareth von Vernon, im Haus unseres Bruders Francois MARIN, der uns wie ein Vater aufgenommen hat, sagen wir Dank an Gott für diese Brüder, die ihr seid für uns. Danke, Francois, für diese Gastfreundschaft, die du brüderlich diesen Pilgern anbietest, die wir sind.

Die Arbeit war konzentriert auf die Wahrnehmung des Lebens unserer Bruderschaften. Wir führten Dialog und haben unsere Meinungen ausgetauscht, und unsere Sorgen, um zu versuchen, eine Antwort zu finden auf die Fragen, die das Leben unserer Fraternität in der nahen Zukunft betrifft:

– Das Treffen der Bruderschaften Europas diesen Sommer in Polen
– Das Welttreffen in Bangalore in Indien, im Januar 2019
– Die Finanzen unseres internationalen Teams
– Die Bilanz unserer Aktivitäten im Jahr 2016, um sie der Klerus- Kongregation im Vatikan zu schicken. – Die Förderung der Fraternität in Haiti
– Das Projekt der Begegnung der Verantwortlichen der unterschiedlichen Zweige der Geistlichen Familie von Charles de FOUCAULD im April 2017 in Aix la Chapelle
– Das vielfältige Echo auf das Jahr des hundertsten Todestags des Seligen Charles de FOUCAULD, das uns aus unterschiedlichen Ländern erreicht hat
– Die Sorge um die Gesundheit unseres Bruders Felix aus Madagaskar
– Unsere Freude über die Wiedergenesung und die Entlassung aus dem Krankenhaus von Suso aus der Madrider Bruderschaft in Spanien nach seinem chirurgischen Eingriff.

Montag, 6. März haben wir einen Austausch gehabt mit den Verantwortlichen der Region Ile de France und der Normandie (Yves de MALLMANN, Joseph JOURJON, Louis YON und Xavier CHAVANE). Es war gut, uns zu versammeln, um die Realitäten des Lebens und die alltäglichen Sorgen unserer Bruderschaften wahrzunehmen.

Wir stellen fest, dass wir einen „Übergang“ haben im Leben der Bruderschaften Europas, die fortschreitend älter werden, wie eine wirkliche „Nazareth- Zeit“. Es gibt einen starken Ruf, diesen Übergang in den Bruderschaften mit Hoffnung zu leben, um diese Zeit des Älterwerdens mit Liebe zu leben, in der Spiritualität von Nazareth. Und wir stellen mit Realismus fest, dass es nur wenige Eintritte von Jungen in unseren Bruderschaften gibt. Wir müssen diese Zeit mit Einfachheit leben, und in der Treue Zeugnis geben bis ans Ende von diesem Glauben, der uns beseelt, und der uns bewegt in diesem Europa, das die Tendenz hat, sich auf sich selbst zurückzuziehen. In diesem Europa, das sich weigert, Ausländer und Flüchtlinge willkommen zu heißen, und geprägt ist von zunehmenden Ängsten die durch das Ansteigen der populistischen und reaktionären Bewegung.

Vor allem sind wir durch die Linie von Papst Franziskus aufgerufen, diese universelle Brüderlichkeit zu leben, die uns Bruder Karl hinterlassen hat, und den missionarischen Charakter des Charismas unserer Priestergemeinschaft Jesus Caritas.

Der Dialog mit den Muslimen in Europa ist möglich, das glauben wir! Das ist es, was wir leben in vielerlei christlichen Gemeinschaften, mit konkreten Aktionen der Begegnung und der Annäherung. Die Vorurteile und die Versuchungen, im anderen eine Bedrohung zu sehen, müssen mehr und mehr abgebaut werden. Zum Beispiel, in Frankreich, in bestimmten Vierteln der Bevölkerung sind 1/3 der Einwohner Muslime. Wir müssen lernen, zu leben und im Dialog zu sein mit dieser Realität, wie sie sich uns zeigt.

Dienstag, 7. März, haben wir in der Wohnung von Jean- Francois den Besuch von Jacques GAILLOT empfangen, Bischof von Partenia, Mitglied unserer Fraternität. Er ist von Paris gekommen, um an unserer Arbeit teilzunehmen. Diese Zeit, in der wir mit ihm gelebt haben, seit seiner Ankunft auf dem Bahnhof von Vernon, bis zu seiner Abreise war ein wahres Geschenk. In diesem Austausch haben wir profitiert von seiner Weisheit, in der wir das vertiefen konnten, wie wir Priester sein können in dieser schwierigen Welt. Wie wir offen bleiben für die Hoffnung, und bereit, uns zu befreien von unseren Sicherheiten, und unserem westlichen Komfort.

Danke, Jacques, dass du zu uns gekommen bist, und das Zeugnis deines Lebens mit uns geteilt hast, hingegeben um Jesu willen.

Mittwoch, 8. März, am Nachmittag, wir sind aufgebrochen, um Michel PINCHON zu treffen im Presbyterium von Gouville. Wir haben ihn kräftig und in guter Gesundheit angetroffen. Wir haben festgestellt, dass sein Haus offen bleibt für zahlreiche Besuche von Personen aus seinem Dorf und von weiter her, und dass er großzügig seine Erfahrung und seine Weisheit mitteilt.

Das Abendessen haben wir in Damville mit Jean-Louis Rattier verbracht, Mitglied der Bruderschaft von Jean- Francois, und wir haben an einem Treffen teilgenommen an einer Besinnung über das Wort Gottes, zusammen mit den Leuten seiner Pfarrei, die auf diese Weise seine pastorale Erfahrung im Alltag zu teilen. Es ist immer eine Gnade, auf diese Weise an der lebendigen Erfahrung von Nazareth in einer christlichen Gemeinschaft teilzunehmen, zusammen mit einem Bruder der Fraternität, im Hören auf das Leben von Christen, und ihrer Gemeinschaft mit Christus.

Wir haben auch die Arbeit von Fernando TAPIA, von Jean-Michel BORTHERIRIE und von Manuel POZO in Almeria in Spanien kennen gelernt, die ein Dokument über den „Nazareth-Monat“ erstellt haben. Dieses Dokument wird beraten und beschlossen werden anlässlich der Weltversammlung in Bangalore. Dank an diese Brüder, dass sie in dieser Weise so auf die Bitte des internationalen Teams geantwortet haben.

Wir erinnern gleichfalls daran, dass wir mit dem finanziellen Beitrag aller Regionen rechnen, um das Budget des internationalen Teams aufzufüllen, insbesondere im Blick auf das Welttreffen in Bangalore im Januar 2019. Was das betrifft, strebt das internationale Team an, dieses Treffen zu einem günstigeren Preis anzubieten.

Großen Dank an alle Bruderschaften, die bereits ihren finanziellen Beitrag großzügig geliefert haben. Unsere Internetseite jesuscritas.org ist offen für die Mitarbeit aller Bruderschaften. Wir hoffen, dass eure Artikel, die Nachrichten, und die Ankündigung von Events eintreffen werden, um sie in der Agenda anzukündigen. Das ist ein Mittel, das uns gegenseitig einander näher bringt.

Wir bleiben in Sorge, dass unsere Bruderschaften Orte sein sollten, wo wir gemeinsam lernen, Missionare zu sein innerhalbe unseres Presbyteriums in den Diözesen. Lasst uns an diesen Orten, wo wir uns treffen (Pfarreien, Krankenhäuser, Gefängnisse, Präsenz und Willkommen der Ausländer, die durch den Krieg oder die Armut aus ihren Ländern vertrieben werden, Orte der Solidarität mit den Ärmsten unserer Gesellschaften…) immer den

Geist des Rufs von Bruder Karl pflegen, den „Letzten“ zu begegnen. Denn mit ihnen begegnen wir Christus. Es gibt kein geistliches Leben ohne ein offenes Herz, das großzügig und barmherzig ist.

So lädt uns doch mit kraftvollen Worten Papst Franziskus ein:

„Brechen wir auf, gehen wir hinaus, um allen das Leben Jesu Christi anzubieten… Mir ist eine verbeulte Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist, lieber, als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit, sich an die eigenen Sicherheiten zu klammern, krank ist… Ich hoffe, dass unser Beweggrund mehr ist als die Furcht, einen Fehler zu machen, sondern die Furcht, uns einzuschließen in Strukturen, die uns einen falschen Schutz geben, in Normen, die uns in unnachsichtige Richter verwandeln, in Gewohnheiten, in denen wir uns ruhig fühlen, während draußen eine hungrige Menschenmenge wartet, und Jesus uns pausenlos wiederholt: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ (Mark 6,37). (Evangelii gaudium Nr. 49)

Von Vernon aus wünschen wir euch eine heilige Karwoche, einen guten Weg nach Ostern, mit Jesus und euren Brüdern und Schwestern, als Kumpel der Straße…

Jean-Francois und Aurelio

Vernon, Normandia, Frankreich, 10 märz 2017

(Vielen Dank, Richard, für die deutsche Übersetzung)

PDF: Brief von Jean François und Aurelio, Vernon, märz 2017, deut