Wüste, Franz JALICS

Auf deiner Herzensreise zu Gott wird die Wüste unverzichtbar sein. Betritt sie barfuß, offen dafür, Gottes Willen für dich im Geheimnis des Reiches zu entdecken…

KONVENTION IN DER WÜSTE
Dem Meister auf den Wegen Galiläas folgen…

Die Wüste ist nicht nur ein Ort, den man aufsucht.

Sie ist ein innerer Raum, in dem wir lernen zuzuhören.

In der Stille beginnen unsere Gewissheiten zu bröckeln.

In der Stille treten unsere Widerstände zutage.

In der Stille offenbart sich auch die sanfte Stimme des Vaters. Jesus ging nicht in die Wüste, um etwas zu tun.
Er ging, um präsent zu sein.

Er ging, um zuzuhören.

Er ging, um dem Heiligen Geist zu erlauben, sein Herz zu ordnen, bevor er seine Mission begann.

Kontemplation ist keine Flucht.

Sie bedeutet Offenheit.

Sie bedeutet, zu bleiben.

Nicht zu fliehen.

Nicht die Leere mit unnötigen Worten zu füllen.

Lasst uns eintreten.

HÖREN IN DER WÜSTE

Geh langsam hinein.

Die Wüste wird nicht erobert,
sie wird empfangen.

Bring keine Reden,
keine Gewissheiten,
keinen Lärm.

Hier entwaffnet der Wind Worte,
und der Sand verhüllt Masken.

Zuhören,
heißt bleiben,
wenn alles dich zur Flucht ruft.

Zuhören,
heißt die eigene Armut annehmen,
ohne sie mit Spiritualität zu verhüllen.

In der Wüste,
ist die Stimme Gottes,
nicht schreiend,
sondern flüsternd.

Sprich, wo es weh tut.
Sprich, wo du Angst hast.
Sprich, wo du noch nicht bereit bist, dich zu ergeben.


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