{"id":6376,"date":"2022-12-28T18:29:33","date_gmt":"2022-12-28T17:29:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/?p=6376"},"modified":"2022-12-28T18:29:33","modified_gmt":"2022-12-28T17:29:33","slug":"carta-de-navidad-2022-de-nuestro-hermano-eric","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/letters\/cartas-de-eric\/carta-de-navidad-2022-de-nuestro-hermano-eric\/","title":{"rendered":"Weihnachtsbrief 2022 von unserem Bruder Eric"},"content":{"rendered":"<p>Weihnachtsbrief an die Br\u00fcder in aller Welt<br \/>\nEric LOZADA, Philippinen im Dezember 2022<\/p>\n<p>&#8222;Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn geb\u00e4ren, und sie wird ihm den Namen Emmanuel geben&#8220; (Jesaja 7,14 ff)<br \/>\n&#8222;Es ist nicht notwendig, andere zu belehren, zu heilen oder zu verbessern; es ist nur notwendig, unter ihnen zu leben, ihre Lebensbedingungen zu teilen und ihnen in Liebe nahe zu sein.&#8220; (ein Zitat von Bruder Charles)<\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder, ich gr\u00fc\u00dfe euch alle mit gro\u00dfer Freude und mit hoffnungsvollem Frieden vom Immanuel!!!<\/p>\n<p>Wie geht es euch? Mit welchen Realit\u00e4ten und Sorgen seid ihr in diesen Tagen konfrontiert? Strahlt ihr die Weihnachtsbotschaft zu den Menschen um euch herum aus &#8211; zu euren Mitbr\u00fcdern, zu eurem Bischof, zu den Randgruppen in der Gemeinde, zu euren unmittelbaren Nachbarn? K\u00fcmmert ihr euch um eure k\u00f6rperliche, geistige, emotionale und spirituelle Gesundheit, w\u00e4hrend ihr die vielf\u00e4ltigen Aufgaben eures Dienstes erledigt? Welche R\u00e4ume schafft ihr in der Gemeinschaft, damit der Immanuel in euer gemeinsames Leben kommen kann? Auf welche Einladungen des Geistes reagiert ihr, damit ihr euch gemeinsam als synodale Gemeinschaft auf den Weg machen k\u00f6nnt? Und wie wirken sich das Leben und das Charisma unseres lieben Bruders Charles auf die Art und Weise aus, wie ihr eure Berufung lebt, und auf die Art und Weise, wie ihr auf den Ruf des Herrn antwortet? Dies sind wichtige Fragen, die ich mit euch er\u00f6rtern m\u00f6chte. Unser br\u00fcderliches Leben und unser missionarisches Wirken sollen durch diese Fragen vertieft werden.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr eine Freude, euch in dieser Weihnachtszeit einen Brief zu schreiben. Es ist nicht nur eine Tradition in der Bruderschaft, sondern ich schreibe euch mit dem Herzen eines Bruders, der sich danach sehnt, mit euch in Gemeinschaft zu sein, und der eine gro\u00dfe Bewunderung empfindet f\u00fcr all eure Kreativit\u00e4t, Treue, harte Arbeit und Leidenschaft f\u00fcr Jesus und das Evangelium in den Fu\u00dfstapfen von Bruder Karl. Ich halte eure Geschichten und Gesichter in Erinnerung &#8211; jenbe von euch, die ich pers\u00f6nlich getroffen habe, und jene von euch, von denen ich geh\u00f6rt habe, wie ihr in Nazareth an der Peripherie lebt. (W\u00e4hrend ich diesen Brief<br \/>\nschreibe, erfahre ich vom Tod von zwei \u00e4lteren Br\u00fcdern, Alvaro Gonzalez aus Chile und Antonino aus Madrid. W\u00e4hrend wir ihren Verlust betrauern, freuen wir uns gleichzeitig \u00fcber 2 unserer Br\u00fcder, die als treue J\u00fcnger Jesu zum Vater heimkehren. M\u00f6gen sie nun den ewigen Frieden finden).<\/p>\n<p>Weihnachten ist ein &#8222;Kairos-Moment&#8220;, die geeignetste Zeit, um einen langen, liebevollen Blick mit neuen Augen auf die gesamte Sch\u00f6pfung mit ihren verschiedenen Dimensionen zu werfen, &#8211; auf die menschliche Gemeinschaft, die nat\u00fcrliche \u00d6kologie, die Politik, die Wirtschaft, die Kultur, die Religion, auf die unterschiedlichen sozialen Beziehungen &#8211; im Licht des liebevollen Plans des Sch\u00f6pfers. Durch das Geheimnis des menschgewordenen Gottes wird die gesamte Sch\u00f6pfung, einschlie\u00dflich der nat\u00fcrlichen \u00d6kologie, radikal als ein Ort der Begegnung mit Gott verwandelt. Was fr\u00fcher in den Augen der Welt radikale Gegens\u00e4tze waren, wird nun \u00fcberbr\u00fcckt und in seine urspr\u00fcngliche Stellung in Gottes gro\u00dfem Plan zur\u00fcckgef\u00fchrt. Alles ist jetzt in Gott. Alles geh\u00f6rt zu Gott. Es ist schlie\u00dflich ein umfassendes Universum.<\/p>\n<p>Aber die Welt scheint f\u00fcr diesen Gott nicht bereit zu sein. Sie besteht aus einer Welt, in der Gott verdr\u00e4ngt wird und die Menschheit ein Idol des egoistischen Selbst mit eigenn\u00fctzigen, auf sich selbst bezogenen, wahnhaften Ansichten, Annahmen und Ideologien schafft. Dies hat sich w\u00e4hrend der Pandemie deutlich gezeigt. Die Art und Weise, wie wir uns selbst im Verh\u00e4ltnis zum Anderen betrachten, sei es innerhalb der Familie, der Pfarrgemeinde oder<br \/>\nzwischen den Nationen, wir tragen die Masken des Misstrauens und der T\u00e4uschung, hinter denen sich die L\u00fcge verbirgt, dass das egoistische Selbst der Bezugspunkt und der Andere ein entbehrliches Wesen sei. Mit dem globalisierten Markt ist alles zur Ware geworden. Trotz der Vorteile von Technologie und sozialen Medien sind sie zu &#8222;treuen Dienern&#8220; des Marktes geworden. Die Armen, einschlie\u00dflich der Mutter Erde als die neue Arme, schreien nach Hilfe. Macht, Autorit\u00e4t und Reichtum k\u00f6nnten genutzt werden, um wiederherzustellen, zu rehabilitieren, zu dienen und Verantwortung zu \u00fcbernehmen, aber es scheint, dass Gier,<br \/>\nApathie und Gleichg\u00fcltigkeit die Oberhand gewonnen haben. Sie blenden den Verstand und bet\u00e4uben das Herz, wenn es darum geht, f\u00fcr andere zu sorgen. Es ist also doch eine dunkle Welt.<\/p>\n<p>Genau das war der Geist der urspr\u00fcnglichen Weihnacht &#8211; die Welt war nicht bereit (es gibt keinen Platz in der Herberge), deshalb musste der Immanuel in der Peripherie geboren werden, in der toten, stillen Nacht, ohne Vergn\u00fcgen. Darin liegt die Weisheit des Rates von Papst Franziskus an uns, an die Peripherie zu gehen und dort Gott zu begegnen. Wir m\u00fcssen nur den Heiligen Geist bitten, uns neue Augen zu schenken, um die Zeichen zu erkennen, so gew\u00f6hnlich und unbedeutend sie auch sein m\u00f6gen, aber sie sind Geschenke Gottes, die uns zu einem neuem Licht f\u00fchren. In unseren Schriftlesungen im Gottesdienst haben wir Geschichten von unbedeutenden Pers\u00f6nlichkeiten geh\u00f6rt, die den Weg des Emmanuel weisen. Sie alle scheinen vor einem moralischen Dilemma zu stehen &#8211; wo ist das Licht in ihrer Kargheit? Wo ist der g\u00f6ttliche Plan, wenn sie ihrem eigenen Plan folgen? Wo ist der Ausweg in ihrer Einsamkeit, Hilflosigkeit, Angst und Scham? Genau in diesen Momenten beschlie\u00dft Gott, zu uns zu kommen und unter uns zu leben.<\/p>\n<p>Der Weg, den der Immanuel gew\u00e4hlt hat, um in die Welt zu kommen, scheint der der einfachen Menschen an der Peripherie zu sein, die mit der Realit\u00e4t des Leidens und des Schmerzes konfrontiert sind und die darum ringen, eine grundlegende Entscheidung zu treffen, entweder f\u00fcr die Hoffnung oder f\u00fcr die Verzweiflung, f\u00fcr die Gewalt oder den Frieden, f\u00fcr die Dunkelheit oder f\u00fcr das Licht, f\u00fcr Gott oder gegen ihn. Der Geist muss sie durch einen Engel \u00fcberschatten, um sie von allem zu befreien, was sie unfrei macht, damit sie sich frei dem gr\u00f6\u00dferen g\u00f6ttlichen Plan unterordnen k\u00f6nnen. Wenn wir uns in unserem Leben und in unseren Diensten daf\u00fcr entscheiden, mit anderen zusammenzuarbeiten anstatt uns selbst zu gen\u00fcgen, dem anderen zuzuh\u00f6ren anstatt nur Selbstgespr\u00e4che zu f\u00fchren, uns um andere zu sorgen anstatt uns in unserer eigenen Bequemlichkeit einzukapseln, den anderen geduldig zu verstehen anstatt darauf zu bestehen, dass wir verstanden werden, zu dienen anstatt bedient zu werden, dann werden wir zu kleinen Wegen des Immanuel, die in unserer Welt gegenw\u00e4rtig sind.<\/p>\n<p>Unser Weg ist klein und unbedeutend, eine t\u00e4gliche Entscheidung vielleicht nur, die wir treffen m\u00fcssen, aber genau das wird zum heiligen Weg des Immanuel, wenn wir dies gewissenhaft tun. Bruder Karl ist unsere Ikone der Hoffnung. Papst Franziskus hat ihn in Fratelli Tutti als unseren Weg zum Dialog und zur universalen Geschwisterlichkeit empfohlen. Unsere Aufgabe ist es, unsere t\u00e4gliche und monatliche Praxis der Spiritualit\u00e4t mit Entschlossenheit und entschlossenem Handeln zu praktizieren, damit wir zu freudigen Zeichen des Immanuel in unserer heutigen Welt werden. Freut euch also, liebe Br\u00fcder, denn Weihnachten ist schlie\u00dflich eine Zeit der frohen Botschaft und der Hoffnung.<\/p>\n<p>Hier ist ein Weg f\u00fcr uns, damit wir unsere Praxis und unsere Verehrung f\u00fcr Bruder Karl vertiefen k\u00f6nnen, vor allem jetzt, da sein Leben und sein Charisma von der Weltkirche anerkannt worden sind. Nach der Heiligsprechung erhielt ich vom Dikasterium durch Bischof John MacWilliams aus der Sahara 20 Reliquien von Bruder Karl. Diese Reliquien sind f\u00fcr uns verf\u00fcgbar. Wir, das internationale Team, m\u00f6chten sie euch zur Verf\u00fcgung stellen. Dazu ist es notwendig, einen Brief mit der Bitte um eine Reliquie ericlozada@yahoo.com zu schreiben. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Die einzige Voraussetzung f\u00fcr den Erhalt einer Reliquie ist,<br \/>\ndass sie nicht nur der privaten, sondern der \u00f6ffentlichen Verehrung dient, vor allem in den nach Bruder Karl benannten Seminaren und Pfarreien. Herzlichen Dank.<\/p>\n<p>M\u00f6ge der Immanuel uns dazu bef\u00e4higen, die Zeichen unserer Zeit zu verstehen, auf ihren Ruf im Gebet und in der Unterscheidung zu antworten und in Zusammenarbeit mit dem Volk Gottes zu handeln, als Wegbereiter des Immanuel, der in unserer heutigen Welt gegenw\u00e4rtig wird.<\/p>\n<p>Mit meiner br\u00fcderlichen Liebe und Umarmung,<br \/>\nEric, euer dienender Bruder<\/p>\n<p>PDF: <a href=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Weihnachtsbrief-2022-von-unserem-Bruder-Eric.pdf\">Weihnachtsbrief 2022 von unserem Bruder Eric<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weihnachtsbrief an die Br\u00fcder in aller Welt Eric LOZADA, Philippinen im Dezember 2022 &#8222;Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/letters\/cartas-de-eric\/carta-de-navidad-2022-de-nuestro-hermano-eric\/\">Continue Reading &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[98],"tags":[],"class_list":["post-6376","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cartas-de-eric"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6376","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6376"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6376\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6387,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6376\/revisions\/6387"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6376"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6376"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6376"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}