{"id":5172,"date":"2021-02-28T10:55:43","date_gmt":"2021-02-28T09:55:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/?p=5172"},"modified":"2021-02-28T10:55:43","modified_gmt":"2021-02-28T09:55:43","slug":"la-eucaristia-un-reto-en-los-tiempos-que-vivimos-claude-rault","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/documentos\/la-eucaristia-un-reto-en-los-tiempos-que-vivimos-claude-rault\/","title":{"rendered":"Die Eucharistie angesichts der zeit, in der wir leben. Claude RAULT"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn es eine Dimension gibt, die durch die Covid-Pandemie in unserem christlichen Leben gest\u00f6rt und zutiefst beunruhigt wurde, dann ist es unsere \u201eeucharistische Praxis\u201c, und in dieser gro\u00dfen St\u00f6rung sind wir alle gleich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alle gleich? Ja, denn auch als Priester stellt das alleinige Feiern f\u00fcr mich, wie f\u00fcr viele andere, eine Herausforderung dar, die ich auch immer bei meiner R\u00fcckkehr von meinen Besuchen der Gemeinschaften in der Sahara gesp\u00fcrt habe: Ich feierte allein in dem kleinen Oratorium meines Bischofshauses. Aber, ich muss sagen&#8230; ohne mich jemals v\u00f6llig allein zu f\u00fchlen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es stimmt, dass sich der \u201eDeal\u201c seit der Lockerung der Ausgangsbeschr\u00e4nkungen ge\u00e4ndert hat, aber er ist nicht \u00fcberall auf der Welt allgemein g\u00fcltig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5174\" src=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-01-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-01-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-01-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-01-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-01.jpg 980w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>In der Kirche gab es viele \u00dcberlegungen \u00fcber die Bedeutung der bei dieser Gelegenheit wiederbelebten Eucharistiefeier. Anstatt diese Situation zuallererst als eine Art Mangel oder gar als Amputation zu betrachten, w\u00e4re es da nicht besser, sie als eine gl\u00fcckliche Herausforderung f\u00fcr unseren Glauben anzusehen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist dies nicht eine Gelegenheit, einen neuen Blick auf eine \u201ePraxis\u201c zu werfen, die immer Gefahr l\u00e4uft, sich abzunutzen? Aber ich wei\u00df, dass ich auch zu Menschen spreche, die oft schon einer regelm\u00e4\u00dfigen Eucharistie beraubt sind. Ich kann sie nicht von einem neuen Blick auf die Realit\u00e4t, die ihre ist, ausschlie\u00dfen. Auch sie h\u00e4tten uns viel zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich m\u00f6chte uns auch vor einer Praxis warnen, die Gefahr l\u00e4uft, zur Gewohnheit zu werden (es sei denn, es gibt keine andere M\u00f6glichkeit): die der \u00fcber den Bildschirm verfolgten Messen, die die Eucharistie individualisieren und sie in eine \u201espirituelle Show\u201c verwandeln k\u00f6nnen, bei der wir bald Gefahr laufen w\u00fcrden, blo\u00dfe Zuschauer zu werden. Wenn wir jedoch nur \u00fcber dieses Mittel verf\u00fcgen, warum sollten wir es nicht nutzen? Es geht darum, unsere Zugeh\u00f6rigkeit zum Leib Christi und zu der kleinen Zelle dieses Leibes, zu der wir geh\u00f6ren, lebendig zu erhalten.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\">Charles de Foucauld in der W\u00fcste: eine aufschlussreiche Situation<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um im Geiste von Charles de Foucauld zu bleiben, beziehe ich mich zun\u00e4chst auf ihn, der Priester werden wollte, um diesen SCHATZ, den er entdeckt hatte und aus dem er viele Jahre lang gesch\u00f6pft hatte, zu teilen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDieses g\u00f6ttliche Festmahl, dessen Diener ich geworden bin, soll ich nicht zu den Schwestern und Br\u00fcdern, den Verwandten, den reichen Nachbarn bringen, sondern zu den Lahmen und Blinden, den \u00c4rmsten, den verlassensten Seelen, denen es an Priestern mangelt.\u201c (An Maxime Caron, Beni Abb\u00e8s, 8. April 1905). Was sollte aus dieser priesterlichen Berufung werden, in deren Mittelpunkt die Feier der Eucharistie unter oft prek\u00e4ren und unsicheren Bedingungen stand?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5175\" src=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-02-300x150.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-02-300x150.jpg 300w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-02-768x384.jpg 768w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-02.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>In Beni Abb\u00e8s konnte er angesichts der Anwesenheit franz\u00f6sischer christlicher Soldaten ganz einfach und regelm\u00e4\u00dfig feiern. Auch bei seinen begleiteten Reisen, tat er das. Was er daf\u00fcr brauchte, konnte er mitnehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ansiedlung in Tamanrasset w\u00fcrde die Dinge kompliziert machen, da er praktisch allein war, denn es gab dort keine lokale Milit\u00e4rgarnison. Er m\u00fcsste auf die Durchreise eines m\u00f6glichen Messdieners warten, um feiern zu k\u00f6nnen. Er informierte seinen Bischof \u00fcber diesen Zwiespalt, als er die Gelegenheit erhielt, in den Hoggar zu gehen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIhre Frage, ob es besser ist, im Hoggar zu bleiben, ohne die heilige Messe feiern zu k\u00f6nnen, oder sie zu feiern und nicht dorthin zu gehen, diese Frage habe ich mir oft gestellt&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich glaube, dass es trotz allem besser ist, in den Hoggar zu gehen und es dem guten Gott zu \u00fcberlassen, mir die Messfeier zu erm\u00f6glichen, wenn er es will (was er bisher auf verschiedenste Weise immer getan hat)&#8230;\u201c (Brief an P. Gu\u00e9rin, 2. Juli 1907). Und er f\u00e4hrt im gleichen Brief fort: \u201eAllein in diesem Land zu wohnen ist gut. Das wirkt auch, ohne dass man gro\u00dfe Dinge unternimmt, weil man dann ein \u201eEinheimischer\u201c wird, leicht zug\u00e4nglich und \u201eganz klein\u201c!\u201c (Brief an P. Gu\u00e9rin, 2. Juli 1907).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5176\" src=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-03-260x300.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-03-260x300.jpg 260w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-03.jpg 623w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a>Letztendlich entschied er sich f\u00fcr das Vertrauen und zog es vor, im Hoggar zu bleiben, auch mit dem Risiko, weder die Messe feiern noch das Allerheiligste Sakrament anbeten zu k\u00f6nnen. Wie Jesus in Nazaret zu leben, stand f\u00fcr ihn an erster Stelle, und sich in diesem Volk zu inkarnieren, schien ihm das Wichtigste bei der Nachahmung Jesu zu sein. So konnte er z.B. Weihnachten 1907 aus Mangel an Durchreisenden keine Messe feiern. Als Ende Januar 1908 die Erlaubnis aus Rom eintraf, war die Freude gro\u00df! Aber er konnte das Allerheiligste Sakrament danach f\u00fcr lange Zeit nicht mehr in seiner Kapelle aufbewahren. Diese Erlaubnis kam erst sp\u00e4ter (Anm.: er erhielt sie erst sechs Jahre sp\u00e4ter!!!).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Situation, in der wir leben, ist nicht au\u00dfergew\u00f6hnlich, und bis zu einem gewissen Grad hat Bruder Karl sie gelebt, und zwar in einer tiefen Einsamkeit. Die Entscheidung, in seine Geistliche Familie einzutreten, markiert uns auch in dieser Hinsicht sehr tief. Die Erfahrung Bruder Karls spricht daher zu uns inmitten des Elends, das wir vielleicht erleben, und kann sogar inspirierend sein, diese \u201eAbwesenheit\u201c besser zu leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch dazu m\u00fcssen wir zur Bedeutung der Gegenwart des \u201eLeibes Christi\u201c zur\u00fcckkehren, die nicht auf die alleinige eucharistische \u201eRealpr\u00e4senz\u201c im Tabernakel oder in der Feier beschr\u00e4nkt oder gar \u201eeingesperrt\u201c werden kann. Der Leib Christi hat zwei Arme, der eine ist so \u201esakramental\u201c wie der andere.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seine Gegenwart beschr\u00e4nkt sich nicht nur auf das, was wir im Allerheiligsten Sakrament des Altars anbeten oder feiern. Sie ist auch im sogenannten \u201eSakrament des Bruders\u201c real. Die eine Gegenwart ist vom Abendmahl inspiriert, die andere von der Fu\u00dfwaschung. Und hier stehen wir vor demselben Mysterium, das sich nicht auf das eine oder das andere reduzieren l\u00e4sst. Christus ist im Sakrament der Eucharistie wirklich gegenw\u00e4rtig. Er ist auch wirklich gegenw\u00e4rtig in dieser Geste, die er macht, indem er die F\u00fc\u00dfe seiner J\u00fcnger w\u00e4scht, und die das Sakrament des Bruders bedeutet. Sie erg\u00e4nzen sich, sie bedingen einander. Auch wenn das Sakrament doppelt ist, so ist die Wirklichkeit der Gegenwart Jesu nur eine einzige: Sie kann nicht geteilt werden.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\">Eucharistie und Sakrament des Altars<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kehren wir zur\u00fcck zur Einsetzung der Eucharistie am Abend des Gr\u00fcndonnerstags: Wir befinden uns in einem entscheidenden Augenblick, in dem Jesus sichtbar diese Erde verlassen wird, um zu seinem Vater zur\u00fcckzukehren, sein Leben hinzugeben und sein Blut zu vergie\u00dfen, \u201eum die versprengten Kinder Gottes wieder zu sammeln\u201c (Joh 11,52). Er wird dies mit einer Geste tun, die Teil des Paschamahl ist und die er an seine Apostel weitergeben wird, damit sie sie an k\u00fcnftige Generationen weitergeben. Ich verweise Sie auf den ersten Einsetzungsbericht, den uns der Apostel Paulus in 1 Kor 11,23-26 erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-5177\" src=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-04.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"168\" \/><\/a>Fast seit Jesu Weggang aus der apostolischen Gemeinschaft versammelte sie sich daher regelm\u00e4\u00dfig, \u201etreu zum Brechen des Brotes\u201c (Apg 2,42). Es war eine Antwort auf seine Einladung: \u201eTut dies zu meinem Ged\u00e4chtnis\u201c (Lk 22,19). Aber es war viel mehr als die einfache Wiederholung eines liturgischen Rituals. Es geht darum, den ganzen Weg zu gehen, Christus nachzufolgen, unser Leben f\u00fcr die Rettung der Welt hinzugeben, wie er es getan hat. Hier begreifen wir den sehr verpflichtenden Charakter der Eucharistie, deren Feier ein wesentlicher Bestandteil des Lebens der Kirche seit ihrer Entstehung ist. Sie hat sicherlich viele Facetten angenommen. Zuerst wurde sie heimlich gefeiert, in Form einer h\u00e4uslichen Liturgie, und dann offener, als die Kirche \u00f6ffentlich sichtbar leben konnte. Diese beiden Formen sind auch heute noch sehr lebendig, je nach den M\u00f6glichkeiten und Situationen sowie der Gr\u00f6\u00dfe der kirchlichen Gemeinschaft. Die Feier der Eucharistie bleibt eine der wesentlichen S\u00e4ulen der Kirche. Dies umso mehr, wenn sich darin M\u00e4nner und Frauen f\u00fcr das geweihte Leben einsetzen. Es ist keine Frage der individuellen Fr\u00f6mmigkeit, sondern des eigentlichen Sinns, den wir unserem Leben geben:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUnser Leben als Geweihte k\u00f6nnen wir in der jetzigen Welt, die darauf aus ist, Gott zu vergessen, nur leben, wenn wir mutig die notwendigen Mittel nutzen, um treu zu bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und das erste dieser Mittel ist die Feier der Messe, in der der Herr sich uns auf sichtbare Weise schenkt, um uns zu st\u00e4rken und nach und nach in Ihn zu verwandeln\u201c. (Aus Margot Poncet. Juni 1958, Tageb\u00fccher S. 93).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-05.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5178\" src=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-05-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-05-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-05-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-05.jpg 980w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Wir k\u00f6nnen die Teilnahme an der Messe nicht relativieren, als ob sie nur gelegentlich erforderlich w\u00e4re. Sie steht ganz im Mittelpunkt unseres Lebens. Und die eucharistische Anbetung verl\u00e4ngert sie und l\u00e4sst uns unsere Zugeh\u00f6rigkeit zum gestorbenen und auferstandenen Christus sowie zur kirchlichen Gemeinschaft, zu der wir geh\u00f6ren, vertiefen. Aber es ist auch um der Menschheit willen, dass wir uns gleichsam \u201eals Botschafter\u201c beteiligen. Jede Eucharistie wird \u201ezur Ehre Gottes und zum Heil der Welt\u201c gefeiert. Wir haben auf die Patene das Brot unseres Lebens gelegt und in den Kelch den Wein unserer Sorgen und Freuden gegossen, d.h. all die Hoffnung und all das Leid unserer Welt. Und wir empfangen den lebendigen Christus als Nahrung. Verbunden mit der Gemeinschaft der Heiligen feiern wir in der ganzen Welt ununterbrochen die Eucharistie, unabh\u00e4ngig davon, ob wir physisch daran teilnehmen k\u00f6nnen oder nicht.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\">Eucharistie und das Sakrament des Bruders<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der andere Arm Christi ist ebenso unentbehrlich wie der soeben erw\u00e4hnte. Es ist der, den uns Jesus bei der Fu\u00dfwaschung vor seiner Verherrlichung offenbarte (Joh 13). Es sei darauf hingewiesen, dass die Einsetzung der Eucharistie im Johannesevangelium nicht erw\u00e4hnt wird. Sie wird in der \u201eBrotrede\u201c (Joh 6) angedeutet. Zweifellos war das \u201eBrechen des Brotes\u201c in der Kirche zur Zeit des 4. Evangeliums \u00fcblich, und es war notwendig, ein neues Licht auf diese andere wirkliche Gegenwart Jesu zu werfen, die sich durch unseren N\u00e4chsten manifestiert. Was sagt Jesus, nachdem er seinen J\u00fcngern die F\u00fc\u00dfe gewaschen hat? \u201eIch habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr tut, was ich f\u00fcr euch getan habe.\u201c (Joh 13,15). Dieses Wort erinnert an die Einsetzungsworte: \u201eTut dies zu meinem Ged\u00e4chtnis.\u201c (Lk 22,19).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-06.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5186\" src=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-06-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-06-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-06-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-06-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-06.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>W\u00e4hrend der Pandemie blieb die caritative T\u00e4tigkeit der Kirche aktiv. Die Kirchen wurden sogar ge\u00f6ffnet, um Arme aufzunehmen und ihnen das t\u00e4gliche Brot zu geben, das f\u00fcr ihr Leben und das ihrer Familien unentbehrlich ist. Dabei wurde ihnen von einer gro\u00dfen Zahl von Freiwilligen geholfen, die bisweilen mit Kirche gar nichts am Hut hatten. Und wir k\u00f6nnen nicht sagen, dass dies nichts mit der Eucharistie zu tun hat!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer Meditation \u00fcber die \u201eBrotvermehrung\u201c (Mt 14,13-21) w\u00e4hrend des Angelus am 2. August \u00e4u\u00dferte sich Papst Franziskus:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIn diesem Bericht des Evangeliums ist der Bezug auf die Eucharistie offensichtlich, ins besondere dort, wo er den Segen, das Brechen des Brotes, die \u00dcbergabe an die J\u00fcnger, die Verteilung an das Volk beschreibt (V. 19). Es wird die enge die Verbindung zwischen dem eucharistischen Brot, der Nahrung f\u00fcr das ewige Leben, und dem t\u00e4glichen Brot, das f\u00fcr das irdische Leben notwendig ist, deutlich. Bevor er sich selbst als das Brot des Heils darbringt, k\u00fcmmert sich Jesus um die Nahrung derer, die ihm nachfolgen und die, um bei ihm zu sein, vergessen haben, Vorkehrungen zu treffen. Manchmal stehen Geist und Materie im Widerspruch zueinander, aber in Wirklichkeit ist der Spiritualismus wie auch der Materialismus der Bibel fremd.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Charles de Foucauld stark von der Eucharistie gepr\u00e4gt war, so war er auch von der Gegenwart Jesu in den Armen, den Kleinen, den Verlassenen gepr\u00e4gt. Kurz vor seinem Tod schrieb er an Louis Massignon:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-07.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5180\" src=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-07-300x191.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-07-300x191.jpg 300w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-07-768x490.jpg 768w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-07.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u201eEs gibt keine Stelle im Evangelium, die auf mich einen tieferen Eindruck hinterlassen und mein Leben mehr ver\u00e4ndert hat als folgende: \u201aAlles, was ihr einem dieser Geringen tut, das habt ihr mir getan\u2018. Wenn man bedenkt, dass diese Worte aus dem Mund dessen kommen, der das Urbild der Wahrheit ist, die des Mundes, der sagte: \u201aDas ist mein Leib, das ist mein Blut\u2018, so sp\u00fcrt man, mit welcher Kraft man angetrieben wird, JESUS in diesen Kleinen, diesen S\u00fcndern, diesen Armen zu suchen und zu lieben, indem man sich mit all seinen materiellen M\u00f6glichkeiten zur Linderung des gegenw\u00e4rtig bestehenden Elends einsetzt&#8230;\u201c. (Tamanrasset.1. August 1916)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist es, was das Sakrament des Altars und das Sakrament des Bruders vereint! Wir k\u00f6nnen nicht sagen, dass die \u00d6ffnung einer Kirche zur Speisung der Armen nichts mit der Eucharistie zu tun hat! Wir k\u00f6nnen nicht sagen, dass ein christliches Engagement f\u00fcr den N\u00e4chsten nicht mit dem Feiern und der Teilnahme an der Messe in Einklang steht. Die beiden Arme Christi sind miteinander verbunden, untrennbar, in der Feier und in den Taten der N\u00e4chstenliebe.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\">Die Einheit des Leibes Christi<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht also nicht darum, eine Wahl zu treffen und die beiden Arme zugunsten eines der beiden zu trennen. Beide sind in gewisser Weise unverzichtbar f\u00fcr das Leben der christlichen Gemeinschaft, f\u00fcr unser Leben und f\u00fcr das Leben unserer Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">P. Ren\u00e9 Voillaume \u00e4u\u00dferte sich 1970 auf einer Konferenz zu diesem Thema:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMan kann das Kreuzesopfer nicht von der br\u00fcderlichen Liebe trennen, so wie man eine Wurzel nicht von der Pflanze trennen kann, die aus ihr entspringt. Man kann die Anbetung Christi und die Gemeinschaft mit seinem Geheimnis der menschgewordenen Liebe nicht von der Verwirklichung einer wirksamen und geschwisterlichen Liebe zwischen den Menschen trennen. &#8230;Die N\u00e4chstenliebe, die von Christus, ihrem Stamm, abgeschnitten wird, verdorrt und stirbt&#8230;\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Verdeutlichung der Untrennbarkeit des Sakraments des Altars und das des Bruders biete ich f\u00fcr Ihre Meditation einen Abschnitt aus einer Predigt des heiligen Johannes Chrysostomus (im vierten Jahrhundert) an:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDu willst den Leib Christi ehren? Dann verachte ihn nicht, wenn er nackt ist. Ehre ihn nicht hier in der Kirche mit Seidenstoffen, w\u00e4hrend du ihn drau\u00dfen unter der K\u00e4lte und dem Mangel an Kleidung leiden l\u00e4sst. Denn er, der gesagt hat: Das ist mein Leib, und der sein Wort wahr machte, hat auch gesagt: Ihr habt mich hungrig gesehen und mir keine Nahrung gegeben. Und auch: Wann immer ihr es diesen Kleinen nicht getan habt, habt ihr es mir nicht getan. Hier braucht der Leib Christi keine Kleider, sondern reine Seelen. Dort braucht er viel F\u00fcrsorge.\u201c (Predigt \u00fcber das Matth\u00e4usevangelium).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es liegt daher an uns, dort, wo wir sind, diese Verbindung zwischen dem Altarsakrament und dem Sakrament des Bruders unter den Bedingungen, unter denen wir leben, aufrechtzuerhalten. Gott bittet uns nicht um das Unm\u00f6gliche, er gibt es uns! Lasst uns mit unserem Herzen und unserer Kreativit\u00e4t daran arbeiten, in der Gegenwart Jesu zu leben und ihn in unserer Zeit zum Ausdruck zu bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-08.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5181\" src=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-08-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-08-210x300.jpg 210w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-08.jpg 715w\" sizes=\"auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/a>+Claude RAULT<br \/>\n(\u00dcbersetzung: Marianne BONZELET) Februar 2021<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-09.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5182\" src=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-09.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-09.jpg 960w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-09-300x120.jpg 300w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/eucaristia-reto-09-768x307.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">PDF: <a href=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Die-Eucharistie-Angesichts-del-Zeit-in-der-Wir-leben.-Claude-RAULT.-deut.pdf\">Die Eucharistie Angesichts del Zeit, in der Wir leben. Claude RAULT. deut<\/a><\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn es eine Dimension gibt, die durch die Covid-Pandemie in unserem christlichen Leben gest\u00f6rt und zutiefst beunruhigt wurde, dann ist es unsere \u201eeucharistische Praxis\u201c, und in dieser gro\u00dfen St\u00f6rung sind <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/documentos\/la-eucaristia-un-reto-en-los-tiempos-que-vivimos-claude-rault\/\">Continue Reading &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[78],"tags":[],"class_list":["post-5172","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-documentos"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5172","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5172"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5172\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5194,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5172\/revisions\/5194"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5172"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5172"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}