{"id":5004,"date":"2021-01-06T10:07:48","date_gmt":"2021-01-06T09:07:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/?p=5004"},"modified":"2021-01-16T07:42:46","modified_gmt":"2021-01-16T06:42:46","slug":"todo-es-gracia-la-ultima-carta-de-antoine-chatelard","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/letters\/todo-es-gracia-la-ultima-carta-de-antoine-chatelard\/","title":{"rendered":"Alles ist Gnade. Abschiedsbrief van Antoine CHATELARD"},"content":{"rendered":"<p>Alles ist Gnade! Es ist so, dass wir diesmal sowohl WEIHNACHTEN als auch das Neue Jahr mit Covid 19 feiern. Edouard und Paul-Fran\u00e7ois sind gestern, also Montag Abend, positiv getestet worden, Immanuel und ich negativ, nachdem uns am 16.\/17. Dezember eine Nichte Edouards besucht hat, die aus Paris kam. Wir m\u00fcssen uns also in einer ganz neuen Situation zurechtfinden ohne Ahnung, was die kommenden Tage uns bringen.<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr Eure Nachrichten und Weihnachtsw\u00fcnsche. Sie sind starke Zeichen nach langem Schweigen, das gewiss in den Ereignissen dieses besonderen Jahres begr\u00fcndet ist, das all unsere normalen Gewohnheiten und Beziehungen in Frage gestellt hat. Darin werden auf ungew\u00f6hnliche Art und Weise Erinnerungen an vergangene Jahre lebendig, die sich auswirkten auf verschiedene Gedenkfeiern zugunsten geschichtlicher Pers\u00f6nlichkeiten, von denen ich nichts mitbekam, da ich fern von Frankreich und ohne ausreichende Informationen war, &#8211; die habe ich nun bekommen.<\/p>\n<p>All denen, die sich Fragen stellen zu meinen T\u00e4tigkeiten und zu meinem neuen Buch, kann ich sagen, dass es erst dann erscheinen wird, wenn das Datum der Kanonisation bekannt gegeben wird, aus offensichtlichen Gr\u00fcnden der Vermarktung. Es liegt seit \u00fcber einem Jahr dem Verlag vor. In diesem Buch geht es nur um Charles de Foucauld in Tamanrasset. Ich beginne mit seinem Aufenthalt auf dem Assekrem f\u00fcr einige Monate des Jahres 1911; diese Zeitspanne l\u00e4sst viele Fragen aufkommen \u00fcber seine wahren Motive. Danach kommt ein Kapitel \u00fcber seine T\u00e4tigkeiten in Tamanrasset im Jahr danach (1912); es ist ein typisches Jahr daf\u00fcr, wie er die Ereignisse in der Welt wahrnimmt. Das dritte Kapitel besch\u00e4ftigt sich nur mit seiner f\u00fcr 1913 geplanten Reise nach Marseille, zusammen mit einem jungen Targui1, \u00fcber den man bis in die neuesten Ver\u00f6ffentlichungen hinein noch nie ein Wort verloren hat. Schlie\u00dflich geht es im letzten Kapitel um einen einzigen Tag in Tamanrasset, den 1. Dezember 1913, der uns erlaubt, ihn in seinen unterschiedlichen Besch\u00e4ftigungen zu erleben, indem ich versuche, seinem neu konzipierten Zeitplan nachzusp\u00fcren.<\/p>\n<p>Das alles soll nur eine Hinf\u00fchrung zu anderen Themen sein, die es wert sind, hervorgehoben zu werden, da sie einen Blick erlauben auf eine ungewohnte Art von Heiligkeit. Ich bekomme gerade mit, wie unser Papst Franziskus nicht einfach seine Enzyklika Tutti fratelli2 mit einem Hinweis auf Charles de Foucauld beendet, sondern dar\u00fcber hinaus eine Biografie des k\u00fcnftigen Heiligen allen Mitgliedern der Kurie zukommen l\u00e4sst, ohne ihnen zu sagen, um welches Buch es sich dabei handelt. Sein<\/p>\n<p>Hinweis auf ihn am Ende von &#8222;Fratelli Tutti&#8220; ermutigte mich, bei meiner Arbeit am Ball zu bleiben, um mit noch mehr Einzelheiten deutlich zu machen, wie sich sein br\u00fcderliches Leben mit den Frauen und M\u00e4nnern abspielte, die er so sehr liebte; nat\u00fcrlich nicht nur an einem einzigen Tag, sondern alle weiteren Tage seines restlichen Lebens. Es sind Hunderte von Menschen zu ihm gekommen, in eine H\u00fctte, die er schon &#8222;Bruderschaft&#8220; nannte, als er noch allein lebte und nur davon tr\u00e4umte, irgendwann einmal J\u00fcnger um sich zu sammeln.<\/p>\n<p>In den ersten Jahren notierte er auf losen Bl\u00e4ttern nur die Namen derer, die er mit kleinen Hilfen unterst\u00fctzte; sie sind bis heute in keiner Ausgabe seiner Hefte zu finden. Das ist dennoch nicht unwichtig, denn es weist uns auf Hunderte von Menschen hin, denen er in diesen ersten Jahren begegnet ist. W\u00e4hrend seiner letzten drei Jahre hat er dagegen zu jedem Namen auch das Datum genannt und man kann mitz\u00e4hlen, wie manche Besucher hunderte Male vorbeikamen. Diese Zahlen sind bedeutsam, um zu verstehen, wie wichtig ihm diese Besuche waren, zu denen man die andern noch dazu z\u00e4hlen muss, bei denen er selbst zu den anderen ging.<\/p>\n<p>Er, der sich anfangs kaum hundert Meter von seiner H\u00fctte wegbewegte, er z\u00f6gert nicht mehr, Kilometer zu marschieren, um Kranke zu besuchen, oder um ihre neuen H\u00e4user oder G\u00e4rten zu bewundern, w\u00e4hrend er gleichzeitig sehr besch\u00e4ftigt ist mit seinen Arbeiten an der Sprache, mit seinem Beten und mit seinen zahllosen Briefen. Ich m\u00f6chte auch aufzeigen, dass er absolut nichts mehr unternimmt, um irgendwen zu bekehren, selbst wenn er manches Mal noch davon spricht; dennoch sp\u00fcrt er die Pflicht, an ihrem Heil mitzuwirken, wie auch an seinem eigenen, indem er sie liebt, so wie sie sind und wie Jesus sie liebt. So dr\u00fcckt sich in seinen t\u00e4glichen Listen, in seinen sp\u00e4rlich gewordenen pers\u00f6nlichen Aufzeichnungen und in einigen Briefen seine Sorge um das Heil eines jeden aus.<\/p>\n<p>Ich lerne beim Z\u00e4hlen von Namen dazu; und ich bin \u00fcberrascht zu entdecken, dass viele von ihnen noch lebten, als ich 1955 nach Tamanrasset und zum Assekrem kam, und selbst noch Jahre sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Sicher hat er unserer Kirche und der Welt von heute noch einiges zu sagen, selbst wenn das keine Schlagzeilen sind. Die offizielle und universale Anerkennung seiner Heiligkeit wird eine St\u00e4rkung all derer bedeuten, die sich \u00fcberall in unserer Welt auf ihn beziehen; das gilt insbesondere auch f\u00fcr die Bisch\u00f6fe, Priester, Laien und Ordensleute, die sich von ihm inspirieren lie\u00dfen und uns bereits verlassen haben, nachdem sie ihre Rolle in der Welt gespielt haben. Diese Anerkennung wird auch ein Ansporn f\u00fcr die Jungen sein, die sich normalerweise nicht f\u00fcr Zeugen eines fernen Jahrhunderts interessieren.<\/p>\n<p>Ja: Danke an unsern Papst Franziskus, der seine Enzyklika auch h\u00e4tte beenden k\u00f6nnen mit einem Hinweis auf Franz von Assisi, und der uns so von Charles spricht, als ob er ihm eine gewichtige Rolle f\u00fcr die Zukunft unserer Kirche und der Welt zuweisen wollte &#8211; nach dieser weltweiten Pandemie, die nun seine Heiligsprechung hinausschiebt. Man hat noch nie so viel von unserem Seligen gesprochen wie in den letzten Tagen seit dem Tod von Msgr. Teissier3; er starb genau an dessen Fest. Der Botschafter Algeriens in Frankreich hat sich fast prophetisch ge\u00e4u\u00dfert, als er von ihm als einem Heiligen und einem Landsmann sprach. Die Heiligsprechung wird den Zeremonien von Lyon und von &#8222;Unserer Lieben Frau von Afrika&#8220;4 nichts Wesentliches mehr hinzuf\u00fcgen. Viele haben die Zeitschrift &#8222;En Dialogue&#8220; (Heft Nr. 14) gesehen mit einem Beitrag \u00fcber &#8222;Charles de Foucauld und die Muslime&#8220;; sie ist unmittelbar vor diesen Ereignissen erschienen.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich muss ich akzeptieren, dass mein \u00c4lterwerden meine M\u00f6glichkeiten nicht verbessert, mich da- und dorthin zu begeben, trotz Krankengymnastik. Ich muss zugeben, dass die aktuellen Ereignisse mich mehr besch\u00e4ftigen als meine Arbeiten zu Charles de Foucauld und die ferne M\u00f6glichkeit, das Erscheinen meines Buches noch zu erleben; trotz all der vielen Fragen, die von \u00fcberall her kommen, auch aus Tamanrasset oder aus Algerien, die mich verpflichten, auf ganz konkrete Punkte zu antworten, was mich nicht von seiner Geschichte loskommen lassen will.<\/p>\n<p>Jedem von Euch ein Frohes Weihnachtsfest und ein besseres Jahr 2021<br \/>\nAntoine<\/p>\n<p>PDF: <a href=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Alles-ist-Gnade.-Abschiedsbrief-van-Antoine-CHATELARD.pdf\">Alles ist Gnade. Abschiedsbrief van Antoine CHATELARD<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles ist Gnade! Es ist so, dass wir diesmal sowohl WEIHNACHTEN als auch das Neue Jahr mit Covid 19 feiern. 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