{"id":1724,"date":"2016-05-28T08:10:23","date_gmt":"2016-05-28T06:10:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.iesuscaritas.org\/?p=1724"},"modified":"2016-11-01T21:06:32","modified_gmt":"2016-11-01T20:06:32","slug":"sacerdotes-profeticos-jacques-gaillot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/letters\/sacerdotes-profeticos-jacques-gaillot\/","title":{"rendered":"Die Prophetischen Priester, Jacques GAILLOT"},"content":{"rendered":"<p>Aurelio, unser internationaler Verantwortlicher, hat mir einen sehr br\u00fcderlichen Besuch in Paris abgestattet. Er hat mich gebeten, das mitzuteilen, was ich den Priestern der Bruderschaften sagen m\u00f6chte. So m\u00f6chte ich mit Euch austauschen \u00fcber das, was Euer Leben und Euer priesterliches Tun ausmacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eines Abends, als ich die Metro zu den Spitzenzeiten benutzte, war ich stehend von allen Seiten umschlossen und fand keinen festen Haltepunkt f\u00fcr meine Hand. Je nachdem wie die Metro schlingerte, st\u00fctzte ich mich auf meine Nachbarn. Jemand hat mich erkannt und l\u00e4chelte \u00fcber meine prek\u00e4re Lage. Als wir bei derselben Station ausstiegen, konnte ich es nicht unterlassen, ihm zu sagen: \u201eSehen Sie, was einen Bischof aufrecht h\u00e4lt, das sind die Leute\u2026\u201c<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">1. Vom Menschlichen ausgehen.<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1725\" src=\"http:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-01-265x300.jpg\" alt=\"gaillot-01\" width=\"265\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-01-265x300.jpg 265w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-01.jpg 283w\" sizes=\"auto, (max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>In der Nachfolge von Charles de Foucauld sind wir gepr\u00e4gt von der Spiritualit\u00e4t von Nazareth: ein einfacher und armer Lebensstil in Verbundenheit mit dem normalen Leben der Menschen. Jesus, der Mann aus Nazareth, hat viele Erfahrungen machen k\u00f6nnen von den Ungerechtigkeiten seiner Zeit durch seine Arbeit, durch seine freundschaftlichen Beziehungen zu den Armen, seine N\u00e4he zu den Familien, wo er Freud und Leid geteilt hat, durch sein Gebet zum Vater in der Einsamkeit. Sein Herz, von all diesen Begegnungen erf\u00fcllt, brannte vom Feuer seiner Liebe zu seinem Volk. Dieses langsame Reifen bereitete ihn vor f\u00fcr seine prophetische Sendung, die er auf erstaunliche Weise in der Synagoge von Nazareth begann. Seine Stunde war gekommen. Luk 4,18-19<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDer Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe. Damit ich den Gefangenen die Entlassung verk\u00fcnde und den Blinden das Augenlicht; Damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ganze \u00f6ffentliche Leben Jesu wird eine Verwirklichung dieser Predigt von Nazareth sein. Das ist kein religi\u00f6ser Vortrag, der vom Gesetz spricht: es ist eine Rede, die nur vom menschlichen Wesen spricht. Es ist keine Rede \u00fcber Gott, es ist eine Rede \u00fcber den Menschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist keine Abhandlung \u00fcber eine bewahrende Wiederherstellung, es ist eine gro\u00dfe Befreiungsbotschaft, die das Leben umkrempelt. Welch erstaunliche Rede!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Spiritualit\u00e4t von Nazareth kann nicht \u00fcber eine solche Verk\u00fcndigung hinweggehen. Gerade sie ist es, die unserem priesterlichen Tun und Leben eine prophetische Dimension einhaucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es begegnen mir, wie Euch sicher auch, Leute, die sagen: \u201eich bin kein praktizierender Christ mehr, oder schon seit langer Zeit habe ich aufgeh\u00f6rt zu praktizieren.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr diese Leute geht es ganz klar um die religi\u00f6se Praxis. Aber die fundamentale Praxis des Evangeliums ist die der Gerechtigkeit und der Liebe, die wir dem N\u00e4chsten schulden. Das ist nicht die religi\u00f6se Praxis!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim j\u00fcngsten Gericht wird man mich nicht fragen, wie viel Messen ich gefeiert oder Trauungen abgehalten habe. Man wird mich fragen: \u201eWas hast Du mit meinem Bruder gemacht, der fremd, gefangen, krank, hungrig war\u2026\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wesentliche ist die Praxis des Bruders, die Praxis der Solidarit\u00e4t. Davon ist niemand dispensiert, auch nicht als Rentner. Wie konnte es geschehen, dass so viele Christen <a href=\"http:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1726\" src=\"http:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-02-300x225.jpg\" alt=\"gaillot-02\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-02-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-02.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>nicht die Bedeutung dieser Praxis der Gerechtigkeit und der Liebe, die dem N\u00e4chsten geschuldet ist, entdeckt haben?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Synagoge von Nazareth k\u00fcndet Jesus an, dass er gekommen ist, die gute Nachricht den Armen zu bringen. Er sagt nicht: den Reichen, den M\u00e4chtigen\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er entscheidet sich f\u00fcr die Armen, er beginnt mit ihnen. Er stellt sich auf die Seite der Unterdr\u00fcckten und nicht der Unterdr\u00fccker. Auf die Seite der Opfer und nicht der M\u00e4chtigen. Auf die Seite der Gedem\u00fctigten und nicht derer, die sie ausbeuten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus hat sich sofort den Versto\u00dfenen, den Vergessenen zugewandt. Indem er sich entscheidet, mit den Armen zu beginnen, \u00f6ffnet er sich f\u00fcr alle. Er weist niemand zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie selten geschieht es, in der Gesellschaft wie in unserer Kirche, dass man die Entscheidung trifft, mit den Armen zu beginnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich freue mich dar\u00fcber, dass Papst Franziskus entschieden hat, Mgr. Romero heilig zu sprechen, eine prophetische Gestalt des Kampfes f\u00fcr die Gerechtigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir haben die notwendigen Ver\u00e4nderungen in der Kirche, in der Pastoral, der Erziehung, dem priesterlichen und geistlichen Leben, in den Laien-Bewegungen nicht durchf\u00fchren k\u00f6nnen, solange unser Blick einseitig auf die Kirche gerichtet war. Nun k\u00f6nnen wir daran gehen, weil wir uns den Armen zuwenden.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWenn sie von den Armen ausgeht, kann die Kirche f\u00fcr Alle da sein, kann sie den M\u00e4chtigen einen Dienst erweisen durch eine Pastoral der Bekehrung; aber nicht umgekehrt, wie das so h\u00e4ufig passiert ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rede in der Universit\u00e4t von L\u00f6wen, Oskar Romero, anl\u00e4sslich der Verleihung des Ehrendoktors am 2. Februar 1980.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e\u2026es ist \u00fcberhaupt keine Ehre f\u00fcr die Kirche, gute Beziehungen zu den M\u00e4chtigen zu unterhalten. Die Ehre der Kirche ist, dass die Armen sp\u00fcren, dass sie f\u00fcr sie da ist.\u201c Oscar Romero. Salvador, Predigt vom 17. Februar 1980.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">2. Eine Hoffnung f\u00fcr die Armen sein.<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Wort von Dom Helder Camara hatte mich einst beeindruckt: \u201eWenn ich nicht eine Hoffnung f\u00fcr die Armen bin, werde ich nicht der Priester Jesu-Christi sein.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">L\u00e9on Schwartzenberg, ein ber\u00fchmter Cancerologe, hat sich in seinem Ruhestand sehr eingesetzt in der \u201eVereinigung der Menschen ohne Papiere\u201c, in der ich auch Mitglied bin. Er war mein Freund. Als ungl\u00e4ubiger Jude nannte er mich \u201eMein Lieblings-Bischof\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als er gestorben war, brachte man ihn auf den Friedhof Montparnasse in Paris im J\u00fcdischen Viertel. Eine gro\u00dfe Menge von Armen hatte sich eingefunden auf dem Friedhof: Leute ohne Ausweis, Obdachlose waren gekommen, oft von weither, f\u00fcr L\u00e9on, der soviel f\u00fcr sie getan hatte und der f\u00fcr sie ein Zeichen der Hoffnung blieb.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Victor Hugo, der ber\u00fchmte Autor der \u201eMis\u00e9rakles\u201c gestorben ist, hat sich sofort eine gro\u00dfe Menge von Zig-Tausenden von Armen in ganz Paris gebildet, um ihn zu seiner letzten Ruhest\u00e4tte, dem Pantheon, zu begleiten. Er hatte nicht das Gebet der Kirche gew\u00fcnscht, aber im Leichenwagen der Armen, den er erbeten hatte, wurde ihm die Anerkennung der \u201eArmen\u201c von Paris zuteil. Und heute, da, wo ich lebe, wer h\u00e4lt die Hoffnung f\u00fcr die Armen hoch?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei meinem Abschied von Evreux 1995 hatte ich mich in einer Abschiedspredigt in der Kathedrale an die Menge gewandt: \u201eJeder Christ, jede Gemeinschaft, jede Kirche, die nicht zun\u00e4chst und vor allem sich auf den Weg der Not der Menschen begibt, hat \u00fcberhaupt keine Chance, als Tr\u00e4ger einer guten Nachricht geh\u00f6rt zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeder Mensch, jede Gemeinschaft, jede Kirche, die nicht zun\u00e4chst und vor allem eine br\u00fcderliche Beziehung zu jedem Menschen sucht, wird nicht den Weg zu seinem Herzen finden, die verborgene Stelle, wo die Frohe Botschaft aufgenommen werden kann.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus ist eine gro\u00dfe Hoffnung f\u00fcr die Armen gewesen. Er hat sich ihnen zugewandt mit Barmherzigkeit, niemanden ausschlie\u00dfend. Die Entrechteten haben mit Bewunderung entdeckt, dass sie von Gott vorgezogen wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Evangelium wird deutlich: die einzige M\u00f6glichkeit, jemanden zu befreien, ist die, seine W\u00fcrde anzuerkennen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">3. Die Grenzen \u00fcberschreiten:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Habt ihr bemerkt, wie ansteckend die Mauern in der Welt werden? \u00dcberall erstehen sie jetzt. Mauern, die die V\u00f6lker trennen und sie daran hindern, sich frei zu bewegen. Mauern aus Stacheldraht, um sich vor der Ankunft der Fl\u00fcchtlinge zu sch\u00fctzen. Bei der \u201eVereinigung der Menschen ohne Papiere\u201c, wo es zahlreiche Nationen gibt, haben wir als Devise: \u201eKeine Mauern zwischen den V\u00f6lkern, keine V\u00f6lker zwischen Mauern.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich liebe keine Mauern. Wenn ich in die Gef\u00e4ngnisse gehe, bin ich froh wieder herauszukommen aus diesen Mauern, die mich jeglichen Horizonts berauben!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1727\" src=\"http:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-03-300x175.jpg\" alt=\"gaillot-03\" width=\"300\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-03-300x175.jpg 300w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-03.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Jesus hat sein Leben verbracht, um Mauern zu Fall zu bringen: die Mauer des Geldes, die Mauer der Vorurteile und des Misstrauens, die Mauer der Gleichg\u00fcltigkeit und des Vergessens. Und besonders durch seinen Tod am Kreuz hat er die Mauer des Hasses niedergerissen, die uns alle voneinander trennte. Ich halte es f\u00fcr sehr bedeutsam, dass Jesus au\u00dferhalb der Mauern geboren wurde und au\u00dferhalb der Mauern gestorben ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um das Licht der Ostersonne zu sehen, muss man Mauern hinter sich lassen..<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Grenze \u00fcberschreiten, in uns selber ist schwierig. Welche Bekehrung m\u00fcssen wir da vollziehen! Aber ist das nicht n\u00f6tig, um ein universeller Bruder zu werden? Man kann in die Mission gehen bis zum Ende der Welt und hat in sich ein altes und unangemessenes kulturelles Modell.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir geh\u00f6ren in Europa Gesellschaften an, die nicht mehr von den traditionellen christlichen Werten gepr\u00e4gt sind. Warum alle auf die Werte verpflichten, die nur f\u00fcr eine begrenzte Gruppe von Personen anwendbar sind?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neuer Wein in neue Schl\u00e4uche. Als man in Frankreich die Heirat zwischen Personen gleichen Geschlechts erlaubt hat, gab es einen gro\u00dfen Aufstand. Auch bei den Priestern. Bei dieser Anerkennung der homo-sexuellen Paare ging es nicht um Toleranz, sondern um Recht. Das ist eine bedeutsame kulturelle Ver\u00e4nderung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute haben sich in einem weltweiten Prozess alle Religionen in den gro\u00dfen St\u00e4dten eingef\u00fchrt. Sie sind pr\u00e4sent in den Schulen, Krankenh\u00e4usern, Gef\u00e4ngnissen, Arbeitsstellen. Ein Gef\u00e4ngnispfarrer hat mir anvertraut:\u201cDrei\u00dfig Jahre lang war ich der einzige Seelsorger, alles ging gut. Nun gibt es einen Rabbiner, einen Imam, einen protestantischen Pfarrer und einen Evangelisten, mit dem ich mich nicht verstand. Es war Zeit, dass die Rente kam!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1728\" src=\"http:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-04-300x190.jpg\" alt=\"gaillot-04\" width=\"300\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-04-300x190.jpg 300w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-04.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Das l\u00e4sst mich an ein afrikanisches Sprichwort denken: \u201ewenn man allein ist, geht man schneller, wenn man zusammen ist, geht man weiter.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie kann man ein universeller Bruder werden, ohne zu akzeptieren, etwas von dem Anderen zu empfangen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wenn man an den sozialen Status der Priester ranginge? Ich wohne in einem Land, wo die Priester selten werden und wo die christlichen Gemeinden sich einladend zeigen. Ich kann nicht anders als tr\u00e4umen von erfahrenen Frauen und M\u00e4nnern, die verheiratet oder nicht, berufst\u00e4tig, berufen werden. F\u00fcr eine bestimmte Zeit. Mit dem Einverst\u00e4ndnis der Gemeinden und des Bischofs w\u00fcrde man ihnen die Hand auflegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man m\u00fcsste nicht mehr darauf warten, dass die Kandidaten sich pr\u00e4sentieren, sondern anfangen, Menschen zu berufen nach den Erfordernissen der \u00f6rtlichen Kirche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man kann sich \u00fcbrigens fragen: sind die, die sich heute in den Seminaren pr\u00e4sentieren, die Priester, die die Kirche morgen braucht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Charles de Foucauld war offen f\u00fcr die Ereignisse. Die Ereignisse ver\u00e4nderten ihn. Er war ein Mensch der Wege und des Suchens, er war f\u00e4hig, nach woanders hin aufzubrechen und anders zu leben, er setzte sich niemals fest, sich fest einrichten bedeutete Tod. Um Jesu und des Evangeliums willen war er bereit, zum \u00c4u\u00dfersten zu gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind in eine neue Welt gelangt. Wir sind Zeugen des Endes einer Welt, aber auch Zeugen der Geburt einer anderen Welt, von der wir nicht wissen, wie sie sein wird. Auf unserem Weg er\u00f6ffnen sich neue Horizonte, wir \u00f6ffnen uns f\u00fcr das Neue<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Frankreich kommen wir jeden Monat treu in der Bruderschaft zusammen. Es ber\u00fchrt mich zu sehen, wie wir ankommen, beladen mit der Last der Jahre, m\u00fcde, behindert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man glaubt schon, dass wir tot sind. Aber die das sagen, haben vergessen, dass wir Samenk\u00f6rner waren. Samenk\u00f6rner des Lebens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-05.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1729\" src=\"http:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-05-300x169.jpg\" alt=\"gaillot-05\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-05-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-05-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/gaillot-05.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Das Morgen ist noch zu erschaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">+ Jacques Gaillot,<br \/>\nBischof von Partemien<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">PDF: <a href=\"http:\/\/www.iesuscaritas.org\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Die-Prophetischen-Priester-Jacques-GAILLOT-deut.pdf\">Die Prophetischen Priester, Jacques GAILLOT, deut<\/a><\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aurelio, unser internationaler Verantwortlicher, hat mir einen sehr br\u00fcderlichen Besuch in Paris abgestattet. Er hat mich gebeten, das mitzuteilen, was ich den Priestern der Bruderschaften sagen m\u00f6chte. So m\u00f6chte ich <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/letters\/sacerdotes-profeticos-jacques-gaillot\/\">Continue Reading &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-1724","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-letters"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1724","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1724"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1724\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1751,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1724\/revisions\/1751"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1724"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1724"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.iesuscaritas.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1724"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}